Karstadt Warenhaus in Essen

Karstadt Warenhaus in Essen

Wenige Tage vor dem Start der Arcandor-Gläubigerversammlungen sind die Gespräche über einen Sanierungsplan für Karstadt in eine entscheidende Phase gekommen. Sprecher des Insolvenzverwalters und der Gewerkschaft Ver.di zeigten sich optimistisch, dass bis zum Samstag eine Einigung erzielt werden könne.

Im Laufe des Freitags werde nicht mehr mit einem Ergebnis gerechnet, hieß es aus Verhandlungskreisen. Die Gespräche sollen bis in den späten Abend fortgesetzt werden.

Es seien noch eine Reihe von Problemen zu klären, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Unter anderem ginge es darum, wie viele Karstadt-Filialen erhalten werden könnten. Am kommenden Dienstag beabsichtigt Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, den Gläubigern in Essen einen Sanierungsplan für das Warenhausunternehmen vorzulegen und damit die Weichen für den Einstieg eines möglichen Investors zu stellen.

Neben den Arbeitnehmern hat er auch anderen Beteiligte wie Vermieter und Dienstleister aufgefordert, einen Sanierungsbeitrag zu leisten. Eine abschließende Einigung wurde auch mit den anderen Gruppen noch nicht erzielt.

Die Reihe der drei Gläubigerversammlungen wird am kommenden Montag zunächst von der Holdinggesellschaft Arcandor eröffnet. Am Dienstag und Mittwoch folgen die beiden wichtigsten Tochtergesellschaften Karstadt und Primondo. Für das Versandhaus Quelle, das zu Primondo gehört, hatte Görg bereits vor mehr als zwei Wochen das Aus verkündet, nachdem sich kein Investor gefunden hatte.