Carl-Peter Forster.

Carl-Peter Forster.

Nach der Kehrtwende beim Opel-Verkauf will der Europachef des US-Autobauers General Motors (GM), Carl-Peter Forster, den Konzern verlassen, wie WELT ONLINE aus Unternehmenskreisen erfahren hat. Grund dafür sei das überraschende Umlenken von GM, berichtete „Spiegel Online“ ohne Nennung von Quellen. Zuvor hatte Forster seine Entscheidung angekündigt.

Der Mutterkonzern GM will das Opel-Management rasch umbilden. „Binnen Tagen oder Wochen“ wolle man ein neues Führungsteam für Opel/Vauxhall zusammenstellen, sagte Henderson in Detroit. Amtsinhaber Forster gilt in Detroit als nicht mehr haltbar. Der frühere Opel-Chef hatte sich vehement für einen Einstieg von Magna ausgesprochen und galt als designierter neuer Spitzenmanager von „NewOpel“. Die Entscheidung von GM, Opel doch zu behalten, hatte er ungewöhnlich scharf kritisiert.

Für die Sanierung von Opel solle nun der GM-Manager Nick Reilly nach Europa geschickt werden, berichtete "Spiegel Online". Reilly ist bislang für das Asiengeschäft von GM zuständig sowie für die Konzern-Billigmarke Chevrolet, die mit Opel in Europa um Marktanteile kämpft. GM wollte zu dem Bericht zunächst keine Stellungnahme abgeben. GM-Chef Henderson hatte aber einen baldigen Führungswechsel bei Opel angekündigt.

Forster hatte mit der Entscheidung, Opel doch nicht zu verkaufen, nicht gerechnet, wie er der „Bild“-Zeitung sagte. Zu seiner Zukunft bei GM Europe sagte er dem Blatt, er werde in Ruhe darüber nachdenken. „Es ist ja kein Geheimnis, dass ich die Magna-Lösung für gut gehalten habe.“

Auch Opel-Geschäftsführer Hans Demant hat sich schon stark aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und plant nach Informationen von WELT ONLINE zum Jahresende in den Ruhestand zu gehen.