Beteiligungszusage zurückgezogen - Für die Opel-Händler ist die millionenschwere Unterstützung für GM vom Tisch

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Der US-Autobauer General Motors (GM) kann nach seiner Entscheidung, an Opel festzuhalten, nicht mehr mit der geplanten millionenschweren Unterstützung der Opel-Händler rechnen. Albert Still, Vizepräsident des Verbandes Europäische Opelhändler (Euroda), sagte der WELT ONLINE: „Das Thema ist vom Tisch. Es wird weder eine Beteiligung der Händler an Opel noch einen finanziellen Beitrag geben."


Die europäischen Händler hatten vor neun Monaten den Beschluss gefasst, Opel im Falle einer Trennung vom Mutterkonzern GM mit bis zu 500 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Im Gegenzug hatten sie eine Beteiligung gefordert, beispielsweise an einer neu zu gründenden Opel-Bank. „Die Situation hat sich durch den geplatzten Verkauf geändert. Es besteht keine Grundlage mehr für ein Engagement der Händler", sagte Still WELT ONLINE. So werde es nun unter anderem keine neue Opel-Bank geben.


Ein Beitrag der Euroda-Mitglieder sei von GM ohnehin offenbar nicht erwünscht, weil der US-Autokonzern damit an Einfluss bei Opel verlieren würde. Nach Stills Worten begrüßt Euroda die Entscheidung von GM, Opel zu behalten nicht. „Der Zulieferer Magna wäre unser Wunschpartner gewesen. Aber die Händler sind froh, dass das Tauziehen ein Ende hat. Wir haben Jahrzehnte mit GM gelebt und werden das weiter tun."


Hilfe könnte General Motors stattdessen von der US-Regierung erhalten. Das US-Finanzministerium berät derzeit über eine weitere Finanzspritze für den Auto- und Immobilienfinanzierer GMAC. „GMAC spielt eine sehr wichtige Rolle im Autosektor und sogar darüber hinaus", sagte Herbert Allison, der den 700 Milliarden Dollar schweren Bankenrettungsfonds Tarp verwaltet. Die Regierung habe GMAC als bedeutend genug erachtet, um Geld beizusteuern und deswegen würden sie auch mehr zahlen.

Opel-Standorte

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