
Foto: ddp
In Eisenach (Thüringen) und Rüsselsheim (Hessen) sind für den späten Vormittag Kundgebungen geplant, wie die IG Metall mitteilte. In Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) wollen rund 3000 Opel-Beschäftigte gegen die Entscheidung von GM protestieren. Der Betriebsrat hat für Mittag eine Protestkundgebung vor den Werkstoren angekündigt.
In Bochum (Nordrhein-Westfalen) ist für den frühen Nachmittag eine Informationsveranstaltung geplant, auf der die Belegschaft über die aktuelle Entwicklung unterrichtet wird. Zu der Veranstaltung wird auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erwartet. IG Metall und Betriebsrat pochen darauf, dass es im Zuge des Verbleibs bei GM keine betriebsbedingten Kündigungen sowie Werkschließungen in Europa gibt.
Am Freitag und Montag soll es dann europaweit zu Protesten an den verschiedenen Opel-Standorten kommen.
Die IG Metall hat die amerikanische Opel-Muttergesellschaft scharf kritisiert: "General Motors disqualifiziert sich selbst und handelt verantwortungslos", sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsratsmitglied Armin Schild der in Hannover erscheinenden "Neue Presse" (Donnerstagausgabe). "Wir sind sehr enttäuscht. Es gab eine Alternative. Mit Magna wäre Opel auf die Siegerstraße gegangen. Jetzt wird es anders kommen. Opel wird substanziell und existenziell gefährdet. Das wird viele tausend Menschen den Job kosten", sagte Schild.
- Merkel will mit Obama über Opel reden
- Warnstreiks sollen GM zur Besinnung bringen
- General Motors will Opel nun doch nicht verkaufen
- GM-Rückzieher brüskiert die deutsche Politik
- Merkel verärgert über GM - Opel-Konzept verlangt
Der GM-Vizechef John Smith sagte: "Wir gehen alle davon aus, dass der Schritt, Opel nicht zu verkaufen, den Abbau von rund 10.000 Stellen europaweit bedeutet". Damit wolle man Opel in eine profitable und tragfähige Situation bringen, hie es aus Detroit.
Opel sei für GM nur so lange gut, wie das Unternehmen Geld einbringe und nicht großartig investiert werden müsse. Dem sinkenden Marktanteil werde "hinterhergespart", solange der Markenname etwas wert sei. Schild: "Jetzt droht die Fortsetzung genau jenes Kurses, der General Motors in die Insolvenz geführt und Opel an den Rand der Insolvenz gebracht hat."























