
dpa
Strommast und Windrad.
Der Aufsichtsrat des Energiekonzerns Vattenfall billigte nach Angaben aus Unternehmenskreisen bei einer Sondersitzung die Trennung von den rund 9500 Kilometern Stromautobahnen. Gekauft werden soll das Netz demnach für etwas über 500 Millionen Euro von den Finanzinvestoren eines Konsortiums aus Deutsche Bank, Allianz und Goldman Sachs. Die Stromleitungen versprechen auch wegen Vorgaben der Bundesnetzagentur den Käufern zwar keine sehr hohen Renditen, aber sie gelten als vergleichsweise verlässlich.
Neben dem Kaufpreis machte der Aufsichtsrat auch milliardenschwere Investitionszusagen über die nächsten zehn Jahre sowie eine Beschäftigungssicherung in der Netzsparte zur Bedingung. Letzte Details des Vertrags müssten noch verhandelt werden, in allen Kernpunkten sei man sich aber einig, hieß es.
Zudem sieht die Ermächtigung des Aufsichtsrats zum Verkauf auch Sicherungen für die Arbeitnehmer vor. Bislang sind bei Vattenfall betriebsbedingte Kündigungen bis 2012 ausgeschlossen. Übernommen werden sollen aber auch etwa Ruhestandsregelungen.
Die Trennung der großen Stromerzeuger von ihren Netzen, die ein Monopol bilden, ist eine alte Forderung von Verbraucherschützern und auch von der EU-Kommission. Nach deren Überzeugung erschweren die Konzerne über den Zugang zu ihren Netzen den Wettbewerb von Stromanbietern und den Eintritt neuer Konzerne in den Markt.
Die Netzgebühren machen etwa ein Drittel der Strompreise für Haushalte aus. Allerdings macht das nun zum Verkauf stehende Höchstspannungsnetz nur einen Anteil im einstelligen Prozentbereich am Strompreis aus. In der Stromrechnung der privaten Verbraucher sollte sich der Verkauf daher zunächst kaum bemerkbar machen.























