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Erstellt am: 26 November 2012 | Von dpa, dpa-infocom

Verbraucher trotz gedämpfter Zuversicht in Festtagsstimmung

Pünktlich zur heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts ist die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ausgesprochen gut. Zwar zeigten sich die Bürger im November nicht mehr ganz so ausgabefreudig wie noch im Vormonat, wie das Marktforschungsinstitut GfK am Montag in Frankfurt berichtete.


Verbraucher trotz gedämpfter Zuversicht in Festtagsstimmung

Trotz gedrückter Verbraucherstimmung soll das Weihnachtsgeschäft brummen. Foto: Peter Steffen

Doch der monatlich ermittelte Konsumklimaindex liege für Dezember nur knapp unter seinem Fünf-Jahres-Hoch. Entsprechend werde das Weihnachtsgeschäft dem Einzelhandel in diesem Jahr deutlich mehr Geld in die Kassen spülen als 2011, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Es wird um einiges besser werden.»

285 Euro plant jeder über 14-Jährige einer GfK-Studie zufolge im Schnitt für Geschenke ein. Das sind gut neun Prozent mehr als im Vorjahr - Ausgaben für die Weihnachtsgans oder die Festtagskleidung nicht mitgerechnet. «Damit kommen wir auf ein Geschenkevolumen von knapp 15 Milliarden Euro, mit dem der Handel zusätzlich zu den sonstigen Ausgaben rechnen kann», erläuterte GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth. Hinzu kämen weitere 3,4 Milliarden Euro, die als Bargeld-Präsent verschenkt würden (plus 6,3 Prozent).

Am häufigsten wollen die Deutschen auch in diesem Jahr wieder Bücher, Spielwaren und Bekleidung verschenken. Auffällig gestiegen ist die Summe, die für Uhren und Schmuck ausgegeben wird. «Da habe ich etwas Schönes und eine Freude dran, aber auch etwas Wertbeständiges», erklärte Adlwarth das Phänomen. Auch bei Möbeln und Küchen seien in den kommenden Wochen Zuwächse zu erwarten - hier schlage sich der Immobilienboom der vergangenen Monate nieder.

Ihre Prognose eines gutes Weihnachtsgeschäftes stützen die Konsumforscher auf verschiedene Faktoren: «Die wesentlichen Gründe sind ganz klar der stabile Arbeitsmarkt, die gute Einkommensentwicklung, eine niedrige Sparneigung (...) und niedrige Zinsen, die die Geldanlage nicht sehr attraktiv machen», erläuterte Bürkl. Hinzu komme eine «Flucht in Sachwerte» - wegen der Zinsen unter Inflationsniveau und der Furcht vor einem Stabilitätsverlust des Euro würden viele Menschen ihr Geld seit längerem lieber in werthaltige Anschaffungen investieren als zur Bank zu tragen.

Für das kommende Jahr prognostizierte Bürkl: «Wenn wir keine Katastrophen und Einbrüche auf dem Arbeitsmarkt erleben, sind die Chancen sehr gut, dass sich das Konsumklima auch im weiteren stabil entwickeln kann.» Da allgemein erwartet wird, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt, rechnet die GfK für 2013 wie in diesem Jahr mit einem leichten Anstieg der privaten Konsumausgaben.

Dass die Verbraucherstimmung im November einen kleinen Dämpfer erhielt, liegt nach Einschätzung der GfK-Experten an der Verunsicherung durch die europäische Schuldenkrise und der spürbar sinkenden Konjunktur. Vor allem mit Blick auf die Entwicklung des eigenen Einkommens zeigten die Menschen zuletzt wesentlich weniger Zuversicht als noch im Vormonat. In der Folge ging auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen auf sehr hohem Niveau leicht zurück. Die Entwicklung der Konjunktur sahen die Befragten zum dritten Mal in Folge nicht mehr ganz so schwarz.

Im Dezember soll der Konsumklimaindex laut GfK 5,9 Punkte erreichen, nach revidiert 6,1 Punkten im November. «Damit ist der Aufwärtstrend des Konsumklimas vorerst zum Stillstand gekommen», kommentierte das in Nürnberg ansässige Unternehmen. Der private Konsum bleibe dennoch eine wichtige Stütze der Konjunktur, was angesichts des schwierigen Exportumfelds für das Wirtschaftswachstum in Deutschland wichtig sei. Im Oktober und November hatte der in einer repräsentativen Studie ermittelte Index den höchsten Wert seit fünf Jahren erreicht.

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5Kommentare
26. Nov 2012 13:55
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Achtung: Auch dieser Optimismus dient zur Ankurbelung des Weihnachtsgeschäftes! Im Januar wird dann - wie in den letzten Jahren - von einem nicht zufrieden stellenden Weihnachtsgeschäft gesprochen!!!
26. Nov 2012 23:48
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Anhand der Strompreiserhöhung ist mir die Festtagsstimmung gründlich vergangen !

Und den meisten gehts genaus so !

26. Nov 2012 22:49
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Weihnachten = Geschäft = Gefühlsduselei. Nach Weihnachten fallen die Preise, und der Schlaue greift zu.....
27. Nov 2012 09:01
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Ja, die reisenden Kaufleute (wirtschaftlicher Boom) sind durch diese religiösen, nichtchristlichen Bräuche reich geworden. Da wird es den Bräuchemachern auch finanziell besser gehen, denn dann sind wie Pfingsten, Oster, Weihnachten, die Kollektebeutel voll und IHRE Gotteshäuser auch. Denn zu normalen Kirchensonntagen sind sie eher mangelnd besetzt. Der KOMMERZ blüht, die Wünsche werden immer ausgefallener, teuerer bei den  meisten. So etwas hat Jesus nie geraten, so etwas nach seinem Ableben und Auferstehung zu tun. Wir sollten ihm und seinem Leben uns bemühen nachzufolgen (wie Fußstapfen, 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 21). Aber der Mensch glaubt ja, was ihm gefällt, macht Gott auch glücklich. Woher weiß der Mensch das? Weihnachtsgeschäfte, Besinnlichkeit, Ruhe für paar Tage, danach wieder ab ins stressige, größtenteils gottlose Leben. Denn wenn im TV auf Weihnachtsmärkten gefragt wird, wo ist Jesus geboren...., dann staunt man über das "Wissen", über die scheinbare Bedeutung. Weihnachten ist ein heidnischer Brauch zur Feier des Geburtstages des Sonnengottes mitras und man hat Jesu Geburtsdatum einfach durch ein DOGMA auf diesen Tag festgelegt, weil es der Mensch so wollte. Mit dem echten Christentum hat das nichts zu tun, wohl aber mit der neuzeitlichen Christenheit, die IHRE MISCHBRÄUCHE (heidnischer Ursprung, bischen zurechtgemacht fürs Herz...) liebt.
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