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Erstellt am: 26 November 2012 | Von dpa, dpa-infocom

Niedrige deutsche Löhne belasten Eurozone

Die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre in Deutschland hat laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung die Stabilität in der Eurozone belastet. Hohe deutsche Exportüberschüsse entständen «auf Pump, auf den Schulden der anderen Länder», sagte Gustav Horn, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Stiftung am Montag in Berlin.


Niedrige deutsche Löhne belasten Eurozone

Deutschland lag im vergangenen Jahr mit der Höhe seiner Arbeitskosten in der Privatwirtschaft auf Rang sieben der 27 EU-Länder. Foto: Christian Nitsche/Archiv

Deutschland ist nach Ansicht der IMK-Forscher auch wegen der Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre zwar ein Land mit hoher Wettbewerbsfähigkeit. «Die Kehrseite ist eine relativ schwache Entwicklung bei Löhnen und Binnennachfrage», sagte Horn. Die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse setzten die Partner in der EU unter großen Druck. «Und das macht es so schwer, die Krise im Euroraum zu bewältigen.»

Deutschland lag nach dem Report des IMK im vergangenen Jahr mit der Höhe seiner Arbeitskosten in der Privatwirtschaft auf Rang sieben der 27 EU-Länder. Das war der gleiche Rang wie 2010. Sowohl vor der internationalen Finanzkrise von 2000 bis 2008 als auch von 2008 bis 2011 seien die deutschen Arbeitskosten jedoch weniger stark gestiegen als im Mittel der Europäischen Union und der Eurozone.

Im vergangenen Jahr fielen für eine Arbeitsstunde nach Daten des europäischen Statistikamtes Eurostat Kosten von 30,10 Euro an. Einen großen Unterschied gab es zwischen Industrie und Dienstleistungen: Im verarbeitenden Gewerbe lagen die Arbeitskosten je Stunde bei 34,30 Euro, im Dienstleistungsbereich lediglich bei 27,50 Euro. In keinem anderen europäischen Land sei der Unterschied derart groß, sagte Horn. Den Grund dafür sieht er in Niedriglohnjobs im Dienstleistungssektor, während in der Industrie noch häufig Tariflohn gezahlt werde.

Horn sieht neben den Tarifparteien auch die Politik in der Pflicht. Neben der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns müsse auch der Niedriglohnsektor auf den Prüfstand. «Die Subventionierung von Niedriglohnbeschäftigung würde ich sofort kappen», sagte Horn. «Da sollte der Steuerzahler oder die Sozialversicherung nicht mit im Boot sein.» Bei der Aufstockung von Niedriglöhnen müssten zudem die Anreize richtig gesetzt werden.

Höhere Arbeitskosten als in Deutschland gab es laut der Studie in den Benelux-Staaten, Schweden, Dänemark und Frankreich. Spitzenreiter war demnach Belgien mit 39,30 Euro je geleisteter Arbeitsstunde. Am wenigsten kostete Arbeit mit 3,50 Euro je Stunde in Bulgarien.

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17Kommentare
26. Nov 2012 16:02
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Niedrige Deutsche Löhne belasten wohl in 1. Linie das eigene Volk..sollte es wohl heissen !?
26. Nov 2012 16:42
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Kein Wunder! Es gibt wohl kaum ein Unternehmen der direkt Leute einstellt. Es läuft alles über Zeitarbeit- bzw. Leiharbeiterfirmen, die zahlen lächerliche Stundenlöhne an den Arbeiter und kassieren den Rest für sich.
26. Nov 2012 16:58
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Wir haben in Deutschland das merkelsche Prinzip, einen teuren Arbeiter rausschmeißen und 2 billige wieder einstellen, dann haben wir irgendwann keine Arbeitlosen mehr, hurra. Das nennt man übrigens auch Jobsharing.
26. Nov 2012 16:51
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Heute, gute 6 jahre zu spät kommen auch die deutschen druff, dass man den Arbeitern und Angestellten auch nen Lohn zahlen müsste der zum Leben reicht.

 

Vor paar Jahren, ich meine 2008, forderte schon die Wirtschaftsministerin Frankreichs (!!!!!!!!!) höhere Löhne für deutsche Arbeiter. Da hätten alle Glocken Alarm schlagen müssen, wenn Frankreichs(!!!!) minister schon mehr Geld für den Michel fordern, weiss man, dass wir ausgebeutet werden. Ansonsten interressiert der Michel aus Deutschland nämlich die Franzosen überhaupt nicht bzw. finden dies ja toll wenns uns mies geht, ihr wisst schon, Geschichte ;)

 

Jedenfalls ist es lange überfällig dass in Deutschland Arbeit wieder richtig honoriert wird.

100 euro mehr bringen bei Bonzen nix, bei Arbeitnehmern gehts direkt in den Konsum.

26. Nov 2012 17:17
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Am meisten sollten die niedrigen Löhne doch die betreffenden Arbeitnehmer selbst belasten. Was sind wir Deutschen doch für Ducker und Mucker, dass wir uns ein derartiges Lohndumping gefallen lassen.
26. Nov 2012 17:48
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Die REGIERUNG hat nur den VORTEIL des GELDADELS im KOPF.

Arbeiter werden für dumm verkauft und von der POLITIK drangsaliert.

Steuerhinterzieher werden alle Schlupflöcher gewährt.

Leiharbeit in DEUTSCHLAND ist der BEWEIS für einseitige POLITIK .

Leiharbeit saniert seit Jahren INDUSTRIE und UNTERNEHMEN.

ÖKO-UMLAGE der erneuerbaren ENERGIEN wird nur den ÄRMSTEN aufgehalst.

ÖKO-UMLAGE brauchen INDUSTRIE und UNTERNEHMEN nicht zu zahlen.

Und die nächste DIÄTEN-ERHÖHUNG gekoppelt mit der ERhöhung für BEAMTE steht an.

JAGD die POLITIKER aus Ihren TEMPELN der SELBSTVERSORGUNG.

Esird Zeit für einen MACHTWECHSEL.

2013 kommt unsere Stunde.

26. Nov 2012 16:12
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Dann gebt den Leuten das bedingungslose Grundeinkommen, dann werden auch nur die arbeiten, bei denen es sich noch lohnt.
26. Nov 2012 16:11
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rofl ja 6.5% mehr für industrie arbeiter ....w eil die ja auch den grossteil der deutschen arbeiter stellen lol ich könnt shcon wieder kotzen wenn ich sone fotos sehe hauptsache wir im handwerk werden von vorne bis hinten beschissen schöne scheisse diese wirtschaftsmacht von neben an ach ja ich vregass.... hab ja letzten mnat 17 cent lonerhöhung bekommen WOOOHOOOO muss ich gleich mal meinen anlageberater anrufen

btw ich weiss das das foto nichts mit dem artikel zu tun hat aber es kotzt mich trotzdem an lol

26. Nov 2012 17:14
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 Und wenn hier keiner mehr arbeitet haben wir keine ARBEITSKOSTEN mehr.(Es gibt doch noch die fleissigen Polen).
26. Nov 2012 22:28
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So kurz vor den Wahlen wird die Lügenpropagandamaschine wieder angeworfen !

26. Nov 2012 23:02
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Kann mir mal jemand sagen was Deutschland nicht "schuld" ist in Europa/Welt?
Alle hacken auf uns rum. Deutsche: bleibt mal ein Jahr weg aus dem Ausland und die Welt wird
zu Kreuze kriechen....

26. Nov 2012 18:01
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Es wird Zeit für einen MACHTWECHSEL !

Im jahre 2013 sind wieder WAHLEN !

Darum bitte ich alle Politik-Verdrossene,Arbeiter und Arbeiterinnen,Arbeitslose u.Arbeitsloserinnen,

Rentner und Rentnerinnen,Hartz4-Bezieher und Bezieherinnen,Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen,Rollator-Fahrer und Fahrerinnen und stupide CDU-WÄHLER und WÄHLERIN-nen ,kommt 2013 zur WAHL.

Wir haben nur die eine Chance !

Nutzen wir Sie !

Bekommen wir genug Stimmen,können wir die POLITIKER mit Ihrer SELBSTBEDIENUNGsmENTALITÄT von Ihren hohen Sockeln stoßen.

WÄHLT BITTE DIE LINKEN !Nur so können wir VERÄNDERUNGEN erreichen!

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