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Erstellt am: 28 November 2012 | Von dpa, dpa-infocom

Barroso fordert Eurobonds und «EU-Finanzministerium»

Im Kampf zur Rettung der Eurozone fordert EU-Kommissionschef José Manuel Barroso ein eigenes Budget, Eurobonds und ein neues «EU-Finanzministerium».


Barroso fordert Eurobonds und «EU-Finanzministerium»

EU-Kommissionschef Barroso scheut nicht vor Tabuthemen wie Eurobonds und einem europäischen «Finanzministerium» zurück. Foto: Jose Coelho

«Wir müssen den Sinn für die Dringlichkeit behalten», sagte der Behördenchef am Mittwoch in Brüssel bei der Vorlage eines umfassenden Umbauplans für die Wirtschafts- und Währungsunion. Die Union müsse angesichts der Schulden- und Wirtschaftskrise weiter handeln.

Barroso schlug als Kurzfrist-Maßnahme bis 2014 vor, ein eigenes Eurozonen-Budget zu schaffen und es im EU-Haushalt unterzubringen. Es könnte dazu dienen, dringende Reformen in den Eurostaaten zu unterstützen. Zur Finanzierung dieses Haushalts gebe es «verschiedene Möglichkeiten», sagte er, ohne Details zu nennen.

Der Portugiese präzisierte damit eine Idee, die schon länger von den EU-Staats- und Regierungschefs debattiert wird. Die «Chefs» wollen bei ihrem Wintergipfel am 13./14. Dezember bei der Reform der Währungsunion Nägel mit Köpfen machen. Dann wird der Abschlussbericht einer Spitzengruppe um Gipfelchef Herman Van Rompuy vorliegen, der auch Barroso angehört. Zu Van Rompuy gebe es «keine Widersprüche», versicherte Barroso.

Barroso erneuerte einen früheren Vorstoß für gemeinsame Anleihen des Euroraums. Er sprach von Eurobills, das sind kurzfristige Anleihen. Für dieses mittelfristige Vorhaben müsste jedoch der EU-Vertrag geändert werden - dafür ist Einstimmigkeit der EU-Staaten nötig.

Deutschland lehnt gemeinsame Schulden der Eurostaaten kategorisch ab. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte bei einer Veranstaltung in Brüssel: «Eurobonds als eine gesamtschuldnerische Haftung, unter welchem Etikett auch immer, sind für die deutsche Bundesregierung nicht akzeptabel.» Er fügte hinzu: «Das wäre eine Überforderung der einen, aber zugleich auch Unterforderung der Reformbereitschaft der anderen.»

Vor den Europawahlen 2014 werde es keine Vertragsveränderungen geben, sagte Barroso. «Ich denke, es ist notwendig, dass die Kommission ihre Vision darlegt», sagte Barroso. «Die Mitgliedstaaten wissen dies.»

In die Kategorie längerfristiger Reformen gehört auch die Idee eines europäischen «Finanzministeriums» innerhalb der EU-Kommission. Aus der Van-Rompuy-Gruppe nahm Barroso auch den Vorschlag für den Kurzfrist-Katalog auf, wonach sich Eurostaaten vertraglich gegenüber der Kommission zu Reformen und zum Sparen verpflichten sollen. Diese Idee wird traditionell vor allem von Deutschland unterstützt.

Der konservative Politiker hatte bereits im September dafür geworben, dass die Mitgliedstaaten mehr wirtschaftliche und politische Kompetenzen an die EU abgeben. Er machte sich in diesem Zusammenhang für eine Fortentwicklung der Europäischen Union (EU) zu einem «Staatenbund der Nationalstaaten» stark.

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17Kommentare
28. Nov 2012 21:01
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MAn kann auch gleich sagen, hey good old Germany:

BEZAHL EINFACH ALLES WAS DIE ANDEREN NICHT ÄNDERN / BEZAHLEN WOLLEN

SEI RUHIG WIE DER DEUTSCHE MICHEL

UND ZIEH DEM ARBEITENDEN VOLK ZUHAUSE EFFEKTIV DAS GELD AUS DER TASCHE

 

In diesem Saftladen werden Gewinne personalisiert und Verluste sozialisiert

D.h. einzelne streichen riesige Gewinne / Gehälter ein und alles was schiefgeht muss vom arbeitenden Volk über Steuern, Sozialabgaben und braves Sparen wieder ausgeglichen werden.

Und darin unterscheiden sich alle Parteien nur noch in Nuancen.

 

Langsam wird´s ungemütlich. Wer dieses sinkende Schrottschiff noch verlassen kann, sollte es schleunigst auch tun.

28. Nov 2012 22:40
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Was fällt dem spinner nicht noch alles ein, aber als Portugiese
würde ich auch Tag und Nacht so denken ...
Wie komme ich am besten an das Geld der Deutschen.

28. Nov 2012 23:48
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Diese krimminelle EU Bande ist schon längst durchschaut.

Wählt Parteien, die gegen diese korrupte  EU sind !

29. Nov 2012 05:58
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"Der konservative Politiker hatte bereits im September dafür geworben, dass die Mitgliedstaaten mehr wirtschaftliche und politische Kompetenzen an die EU abgeben"......

für die Leute diesen Satz nicht verstehen, das bedeutet die Abgabe der nationale Hoheit! Das heißt, die EU entscheidet was wir machen dürfen und was nicht. Mutieren wir zu ein USE (united states of europe)? Sind wir bereit unsere nationale Abhängigkeit tatsächlich abzugeben? Wurden wir danach gefragt?

29. Nov 2012 08:13
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Mit der Eurofahne voran in den Untergang. Wann kommt endlich der längst überfällige Volksentscheid?
29. Nov 2012 07:16
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Na was Herr Steinbrück gesagt.Die Euro Bons werden kommen aber die verlogene Bande aus CDU CSU UND FDP streiten es ab,aber sie werden kommen das ist sicher wie das Amen in der Kirche.
29. Nov 2012 05:58
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"Der konservative Politiker hatte bereits im September dafür geworben, dass die Mitgliedstaaten mehr wirtschaftliche und politische Kompetenzen an die EU abgeben"......

für die Leute diesen Satz nicht verstehen, das bedeutet die Abgabe der nationale Hoheit! Das heißt, die EU entscheidet was wir machen dürfen und was nicht. Mutieren wir zu ein USE (united states of europe)? Sind wir bereit unsere nationale Abhängigkeit tatsächlich abzugeben? Wurden wir danach gefragt?

29. Nov 2012 07:03
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stell Dir vor Du legst Eurobonds aif und keiner kauft sie... die Portugiesen bestimmt nicht!
29. Nov 2012 07:50
29. Nov 2012 08:49
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oh jaaaa, welche Begeisterung hier herrscht!! Ich fordere hiermit ALLE, die diesen Beitrag

im Forum lesen, die nächsten EU-Wahlen systematisch zu boykottieren !!! Dies war früher

zu meinen Schülerzeiten und auch im Studium ein probates mittel, eine andere Richtung

einzuschlagen, als von den Herrschenden gewollt! Warum gibt es keinen Kreis von Leuten,

die so was organisatorisch in die Hand nehmen ? Habt ihr Angst, der Staatsanwalt liest

hier mit? EU-WAHLEN Boykott!! Weitersagen und verbreiten!

29. Nov 2012 12:51
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Ein europäisches " Finanzministerium " mit einem europäischen "Finanzminster" und wo bitte führt das hin. Es wird immer schlimmer
29. Nov 2012 09:38
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Erst wenn die Nettozahler den Austritt aus der EU und das Ende der Eurozone androhen, werden die Wünsche kleiner.
29. Nov 2012 13:39
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Es darf nicht sein das diese Eurokraten über unser Geld bestimmen.
2. Dez 2012 11:44
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Ganz einfach gesagt. "Das ist dann ein Freibrief für alle."
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