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Erstellt am: 2 Dezember 2012 | Von dpa, dpa-infocom

Südkoreas Präsident: Nordkorea läuft die Zeit davon

Für das international weitgehend isolierte Nordkorea läuft nach Auffassung des scheidenden südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak die Zeit davon. «Nordkoreas Streben nach Atomwaffen und Raketen macht das Leben der nordkoreanischen Bürger schwieriger».


Südkoreas Präsident: Nordkorea läuft die Zeit davon

Nach Ansicht von Südkoreas Präsident Lee Myung Bak muss der Nachbar wählen: zwischen größerer Isolation bei Fortsetzung des Atomprogramms und Wirtschaftshilfen. Foto: Yonhapnews South Korea

Das sagte Lee der Deutschen Presse-Agentur dpa und anderen Nachrichtenagenturen aus dem In- und Ausland in Seoul.

Nach Lees Interview kündigte Nordkorea am Samstag den Start einer Weltraumrakete im Dezember an. Technisch ähnelt die Trägerrakete einer Interkontinentalrakete und Kritiker sehen in dem Start einen getarnten Atomraketentest.

Lee bestätigte bereits Medienberichte, denen zufolge Nordkorea den Start einer Mehrstufenrakete vorbereite. «Das wäre ein Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats», sagte er.

Außerdem warf er Pjöngjang vor, die Präsidentenwahl in Südkorea am 19. Dezember beeinflussen zu wollen. Nordkorea werde damit aber kein Glück haben, zeigte sich Lee überzeugt. Das Nachbarland stehe vor der Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: «Wird es weiter harte Zeiten erleben mit seinem Atomwaffenarsenal - oder aber dieses aufgeben und den Weg des Wohlstands gehen, indem es sich der internationalen Gemeinschaft anschließt?»

«Es ist offensichtlich, dass die Zeit, anders als früher, nicht mehr auf Nordkoreas Seite ist», sagte Lee, dessen fünfjährige Amtszeit Ende Februar 2013 endet. Selbst der Nachbar China wolle, dass sein kommunistischer Verbündeter sich auf die Verbesserung der Lebensgrundlage seiner Bürger statt auf Waffenprogramme konzentriere.

Lee rief Pjöngjang zu einem Kurswechsel auf. Südkorea sei in dem Fall bereit, zusammen mit anderen Staaten den Norden zu unterstützen. Der Führungswechsel habe Nordkorea die Gelegenheit zum Wandel gegeben. Allerdings sei es angesichts der allgemeinen Befürchtung, dass Nordkorea vorerst keine substanziellen Veränderungen einleiten werde, «zu früh, eine Bewertung der neuen Führung vorzunehmen». Nach dem Tod des langjährigen nordkoreanischen Alleinherrschers Kim Jong Il vor knapp einem Jahr war dessen noch nicht 30-jähriger Sohn Kim Jong Un an die Staatsspitze aufgestiegen.

Trotz der zum Teil heftigen Spannungen mit Nordkorea sieht Lee die Vereinigung beider Staaten am Ende als unvermeidlich an. «Die deutsche Vereinigung kam schneller als erwartet.» Das Gleiche werde mit Süd- und Nordkorea passieren.

Zwar unterscheide sich die Situation auf der seit über 60 Jahren geteilten koreanischen Halbinsel von der in Deutschland. Das gelte unter anderem für die Kosten der Einheit: Eine Vereinigung sei für die Koreaner wegen des größeren wirtschaftlichen Gefälles zwischen Süd und Nord sehr viel schwieriger. «Was jedoch wichtig ist: Die Vereinigung kann jederzeit kommen», sagte Lee. «Daran glaube ich fest.»

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3Kommentare
2. Dez 2012 11:10
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Was nützen einem Land wie Nordkorea die riesigen Ausgaben für die Armee für Waffen und Raketen, wenn dieses Land dadurch in die Isolation getrieben wird. Die Menschen dadurch aber nicht ordnungsgemäß versorgt werden können und Hunger und Entbehrungen erleiden müssen. Eine vollkommen verkehrte Politik ist doch das.

Es wird Zeit, dass sich die Bürger gegen diesen Partei-Apparat wehren, da doch in jedem Land das Wohl seiner Bürger im Vordergrund stehen müsste. Die Frage ist, wie kann sich der Bürger gegen diese Unterdrückung wehren bei diesem totalitärem System, das sich gegen alles abschirmt. Nordkorea kann ohnehin kein anderes Land beeindrucken, vollkommen unbedeutend, wer will den Nordkorea was, da ist nichts zu holen, die brauchen ja Unterstützung/Lebensmittel von anderen Ländern damit die Bevölkerung nicht verhungert, also die können Raketen abfeuern soviel sie wollen, solange diese kein anderes Land treffen. 

2. Dez 2012 15:26
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nun gut, aber wie soll der gewöhnlihce Nordkoreaner erfahren, daß es der weg aus seinem dilemma  nicht direkt in das kapitliatische dilemma führt, das dem schwachen ebenfalss keine chance lässt,?
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