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Deutsche Botschaft im Sudan in Brand gesteckt
Um die Feuerwehr von dem brennenden Botschaftsgelände fernzuhalten, blockierten die Demonstranten die Zufahrtsstraßen.
Westerwelle: Alle Mitarbeiter in Sicherheit
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat einen Angriff "gewaltbereiter Demonstranten" auf die deutsche Botschaft in Sudan bestätigt. "Die Botschaftsangehörigen befinden sich derzeit in Sicherheit", erklärte Westerwelle aber weiter am Freitag in Berlin. Ein Krisenstab sei eingerichtet worden, der mit der Botschaft in Kontakt stehe.
Die sudanesische Polizei setzte Tränengas gegen die aufgebrachte Menge ein. Auch die nahe gelegene britische Botschaft in Khartum wurde angegriffen.
Im Vorfeld wurden Sicherheitsvorkehrungen erhöht
Angesichts der gewalttätigen Proteste gegen den islamfeindlichen US-Film "Unschuld der Muslime" hatte die Bundesregierung am Freitag die Sicherheitsvorkehrungen an deutschen Botschaften und Konsulaten in islamischen Ländern verschärft. Am Dienstag waren bei der Erstürmung des US-Konsulats im libyschen Bengasi der US-Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter getötet worden, auch libysche Sicherheitskräfte starben. Die Proteste hatten sich auf weitere muslimische Länder ausgedehnt, nach den Freitagsgebeten fanden in mehreren muslimischen Ländern Kundgebungen statt.
Deutsche Auslandsvertretungen waren schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden. Am 22. August hatte ein Ägypter einen Brandanschlag auf die deutsche Botschaft in Kairo verübt, wobei Sachschaden entstanden war. Der Mann wollte laut den ägyptischen Behörden mit der Tat gegen "Beleidigungen" des Propheten Mohammed in Deutschland protestieren. Kurz zuvor hatte die rechte Gruppierung Pro Deutschland in Berlin vor Moscheen eine Serie von islamfeindlichen Veranstaltungen abgehalten und dabei auch Mohammed-Karikaturen gezeigt.
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