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Zwei Jahre Straflager: Was "Pussy Riot" erwartet
Während es für verurteilte Männer in Russland eine ganze Reihe von Straflagern und Gefängnistypen gibt, sieht der russische Strafvollzug für Frauen nur eine Art von Straflager vor. Die Frauen-Lager bestehen aus Verwaltungsgebäuden, Schlafräumen für die Gefangenen und einem Arbeitsbereich. Die Komplexe sind mit Zäunen, Stacheldraht und Wachtürmen von der Außenwelt abgeriegelt. Wiederholungstäterinnen und erstmals Verurteilte werden in unterschiedlichen Lagern festgehalten.
Die Lebensumstände der Frauen in den Lagern werden auf der Internetseite des russischen Strafvollzugs sowie von der Mitarbeiterin der Moskauer Nichtregierungsorganisation Gefängnis und Freiheit, Jelena Gordejewa, geschildert. Demnach sind die Verurteilten in grüne Uniformen gekleidet, auf denen ihr Name prangt. Persönliche Kleidung ist verboten. Ein Mal pro Monat dürfen die Frauen telefonieren, wobei das Gespräch auf maximal 15 Minuten begrenzt ist.
Im Gegensatz zu männlichen Gefangenen dürfen die Frauen eine unbegrenzte Zahl an Paketen erhalten. Untergebracht sind die Frauen in den meisten Fällen in Baracken mit 100 bis 120 Gefangenen. Der Tag beginnt um 6.00 Uhr, anschließend müssen sich die Häftlinge draußen zum Durchzählen versammeln. Nur wenn die Temperaturen unter minus 30 Grad fallen, findet die Zählung drinnen statt.
In jedem Frauen-Lager gibt es drei Unterbringungsformen: normal, erleichert und streng. Im normalen Strafvollzug dürfen die Frauen pro Jahr sechs kurze Besuche (bis zu vier Stunden) erhalten sowie vier lange Besuche (bis zu drei Tage).
Für die langen Besuche steht den Gefangenen und ihren Besuchern wie Ehemann oder Eltern ein separater Raum zur Verfügung. Besuche von Nicht-Familienmitgliedern müssen von der Gefängnisverwaltung genehmigt werden. Tolokonnikowa und Alechina haben kleine Kinder, von denen sie seit Monaten wegen der Untersuchungshaft getrennt sind.
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Weniger als die Hälfte der Frauen geht im Lager einer Arbeit nach. Wer arbeitet, kann zwischen 25 und 50 Euro im Monat verdienen. Die Arbeit besteht in der Regel darin, Uniformen für die Gefängnisverwaltung, die Armee oder das Innenministerium zu nähen. Für die Frauen, deren Verhalten gut bewertet wird, gilt der sogenannte erleichterte Strafvollzug. So können die Gefangenen ohne Einschränkungen Produkte im Lager kaufen und bekommen zwei zusätzliche lange Besuche gewährt.
Die strenge Unterbringungsform wird drei Monate lang für die Frauen verhängt, die gegen Regeln verstoßen haben. Dazu zählt etwa der Konsum von Alkohol und Drogen, Ungehorsam oder Beleidigung von Gefängnisbeamten. Die Frauen werden dann isoliert, dürfen nur einmal pro Tag für anderthalb Stunden nach draußen und keine Telefonate führen oder Besuche empfangen.
In Russland sitzen derzeit rund 59.000 Frauen ein. Frauen aus Moskau werden nicht zwangsläufig in Lagern nahe der Hauptstadt inhaftiert, sondern können sich hunderte Kilometer entfernt wiederfinden.
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B ei aller berechtigten Kritik an Wladimir Putins Unrechtsstaat bleibt eines zu bedenken: Das sogenannte Punk-Gebet von "Pussy Riot" in der Moskauer Erlöserkathedrale war mehr als eine Geschmacklosigkeit. Es war eine Straftat, und zwar nicht nur nach den oft dehnbaren russischen Gesetzen.
In Deutschland kann die "Beschimpfung von Religionsgesellschaften" nach Paragraf 166 StGB mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Man stelle sich einmal eine Neonazi-Band vor, die in der Münchner Hauptsynagoge ein antijudisches Hass-Gebet rockt.
Nun sage niemand, die Pussy-Punks seien doch die Guten und die Neonazis die Bösen! Es geht um die Würde der Religionen und nicht um politische Vorlieben. Im Übrigen hat das Punk-Gekreische vor den heiligen Ikonen, das um die hoch originelle Songzeile "Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck" kreiste, nichts mit dem Recht auf Meinungsfreiheit zu tun. Der Auftritt war eine peinliche, selbstverliebte Provokation. Er hat dem friedlichen und kreativen Protest der Anti-Putin-Opposition Schaden zugefügt. Die jungen Frauen von "Pussy Riot" taugen nicht zu Märtyrerinnen. Der wochenlange Free-Pussy-Protest im Westen ist deshalb wohlfeil und zeugt von einer schwer erträglichen Doppelmoral. Das ist umso bitterer, als Putin sein Land in den ersten 100 Tagen seiner dritten Amtszeit tatsächlich weiter von einer gelenkten Demokratie in eine autoritäre Selbstherrschaft verwandelt hat. Man denke nur an das Gesetz über die Nichtregierungsorganisationen, deren Vertreter künftig als Agenten gebrandmarkt werden können, sobald sie Unterstützung aus dem Ausland erhalten.
Den Finger in diese Wunden zu legen, wäre wichtiger, als sich um drei dubiose Punk-Damen zu scharen. Es ist ja wahr: Der Prozess gegen "Pussy Riot" hatte wenig mit einem rechtsstaatlichen Verfahren zu tun. Man kann auch das Strafmaß hinterfragen. All das aber kann man laut und klar sagen, ohne Straftäter zu Heiligen zu stilisieren. Die Putin-Kritiker hierzulande laufen Gefahr, sich in Russland komplett unglaubwürdig zu machen ."
Der Beitrag ist nachzulesen über politik@lr-online.de
Mir kann keiner erzählen, die wollten niemanden in der Ausübung seiner Religion oder in seinem religiösen Empfinden kränken. Genau das war der Plan, um ein möglichst großes medienecho zu erreichen. Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber wenn die in einer deutschen Synagoge gegen den Krieg im Nahen Osten, gegen die Gewalt im Gazastreifen genauso "protestiert" hätten, wären auch mindesten 2 Jahre fällig gewesen für Antisemitismus und Volksverhetzung. Also schön die Kirche im Dorf lassen und nicht gegen den alsten Volksfeind Russland wettern. Die Frauen wurden verurteilt, weil sie ein Gesetz gebrochen haben, nicht weil sich Putin auf den Schlips getreten fühlt!
an @ Daniel peter - Zitat: "schau mal, wenn ich hier in kirche gehen würde und würde auf den altar pissen. hätte ich nur eine anzeige wegen nötigung und eventuell sachbeschädigung, und müsste eine Geldstrafe zahlen. ich würde nicht ein tag im knast verbringen"
O Gott, lass Hirn regnen! Und so was perverses wie du spricht über freie Meinungeußerung? Wie tief ist doch die Moral in Deutschland gesunken, das man so was hier niederschreibt, genauso wie man diese perverse Pussi- Mussi - Band als Kämpferinnen für die Menschenrechte in Russland bezeichnet.
@Slevowitsch
Findest du das auch normal das massenhaft Leute abgeführt werden die andere Meinung sind.
Jeder der nur ein bisschen Verstand hat erkennt die Zusammenhänge.
Und mal noch was zur Kirche.Vielleicht ist dir schon aufgefallen das in Deutschland die Kirche keine große Rolle spielt..Weißt du voran das liegt.Den meisten Menschen hier geht es gut und die brauchen keine Kirche als Krücke um ihr Elend zu ertragen.
Der König sagt zu seinem Priester: Halte du sie dumm.Ich halte sie arm.
Putin hat es jedenfalls clever genutzt, sich als "milder Richter" präsentiert und der (mehrheitlich schlecht informierten) Landbevölkerung vermittelt, dass die Opposition aus Punkern und Kirchenschändern besteht.
Insofern waren die Mädels mutig - und Putin schlau ;-(
Das alles ist nur eine Art der Westlichen Medien um gegen Putin vorzugehen, weil er es nicht einsieht wieso er sein Land von den Westlichen Mächten ausbeuten lassen soll. Bevor wir auf andere zeigen sollten, sollten wir uns an der eigenen Nase packen. Die Westlichen Mächte beuten alles aus. Wir sind seid Jahrhunderten in Afrika gewesen nun will Russland und China auch ein Platz an der Sonnenseite das kann ich Ihnen nicht verübeln, wenigstens machen die kein Terror in Afrika und denen ist es egal was für ein Staatsreligion oder Regierungsform herrscht. Nur weil unsere Politiker bewusst, oder auch wollentlich mit dem Ziel der Ausbeutung, in der dritten Welt ein auf Vernunft und Aufklärung basierendes System aufzubauen versaumt haben. Wir haben es in Libyen gesehen und sehen es auch in Syrien wozu unser Nato fähig ist und sobald ein Land mehr will oder sich stabilieren will ohne die Zustimmung der Westlichen Mächte gehen dort Bomben hoch. Bevor Deutschland sich um die Belange anderer Länder kümmert sollten unsere Politiker zusehen das wir ein Friedensvertrag abschliessen. 2 plus 4 Vertrag ist immer noch kein Friedensvertrag. Haben die Deutschen nicht genug gelitten unter den Fehlern Ihrer Großeltern? (Wenn Ihr euch fragt ob ich rechts oder links bin ich bin Mitte und als ein Auswanderer habe ich keine art der zugehörigkeit daher sehe ich die Geschichte eher Unparteiisch.)
Mir kann keiner erzählen, die wollten niemanden in der Ausübung seiner Religion oder in seinem religiösen Empfinden kränken. Genau das war der Plan, um ein möglichst großes medienecho zu erreichen. Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber wenn die in einer deutschen Synagoge gegen den Krieg im Nahen Osten, gegen die Gewalt im Gazastreifen genauso "protestiert" hätten, wären auch mindesten 2 Jahre fällig gewesen für Antisemitismus und Volksverhetzung. Also schön die Kirche im Dorf lassen und nicht gegen den alsten Volksfeind Russland wettern. Die Frauen wurden verurteilt, weil sie ein Gesetz gebrochen haben, nicht weil sich Putin auf den Schlips getreten fühlt!
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