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17 August 2012 | Von afp

Zwei Jahre Straflager: Was "Pussy Riot" erwartet

Moskau - Mit einem "Punkgebet" kurz vor der Präsidentenwahl in Russland protestierten sie im Februar in einer Kirche gegen den heutigen Staatschef Wladimir Putin - jetzt wurden die drei Musikerinnen der Band Pussy Riot im Alter zwischen 22 und 30 Jahren wegen "Rowdytums" zu jeweils zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Und das bedeutet: Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch werden sich bei einer Vollstreckung des Urteils mit Mörderinnen und Diebinnen in Baracken mit bis zu 120 Frauen wiederfinden.


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Eine Strafgefangene in einer Isolationszelle im Mojaiskaia-Arbeitslager, 120 Kilometer nordwestlich von Moskau am 9. Dezember 2000.

Während es für verurteilte Männer in Russland eine ganze Reihe von Straflagern und Gefängnistypen gibt, sieht der russische Strafvollzug für Frauen nur eine Art von Straflager vor. Die Frauen-Lager bestehen aus Verwaltungsgebäuden, Schlafräumen für die Gefangenen und einem Arbeitsbereich. Die Komplexe sind mit Zäunen, Stacheldraht und Wachtürmen von der Außenwelt abgeriegelt. Wiederholungstäterinnen und erstmals Verurteilte werden in unterschiedlichen Lagern festgehalten.

Die Lebensumstände der Frauen in den Lagern werden auf der Internetseite des russischen Strafvollzugs sowie von der Mitarbeiterin der Moskauer Nichtregierungsorganisation Gefängnis und Freiheit, Jelena Gordejewa, geschildert. Demnach sind die Verurteilten in grüne Uniformen gekleidet, auf denen ihr Name prangt. Persönliche Kleidung ist verboten. Ein Mal pro Monat dürfen die Frauen telefonieren, wobei das Gespräch auf maximal 15 Minuten begrenzt ist.

Im Gegensatz zu männlichen Gefangenen dürfen die Frauen eine unbegrenzte Zahl an Paketen erhalten. Untergebracht sind die Frauen in den meisten Fällen in Baracken mit 100 bis 120 Gefangenen. Der Tag beginnt um 6.00 Uhr, anschließend müssen sich die Häftlinge draußen zum Durchzählen versammeln. Nur wenn die Temperaturen unter minus 30 Grad fallen, findet die Zählung drinnen statt.

dapd

In jedem Frauen-Lager gibt es drei Unterbringungsformen: normal, erleichert und streng. Im normalen Strafvollzug dürfen die Frauen pro Jahr sechs kurze Besuche (bis zu vier Stunden) erhalten sowie vier lange Besuche (bis zu drei Tage).

Für die langen Besuche steht den Gefangenen und ihren Besuchern wie Ehemann oder Eltern ein separater Raum zur Verfügung. Besuche von Nicht-Familienmitgliedern müssen von der Gefängnisverwaltung genehmigt werden. Tolokonnikowa und Alechina haben kleine Kinder, von denen sie seit Monaten wegen der Untersuchungshaft getrennt sind.

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Weniger als die Hälfte der Frauen geht im Lager einer Arbeit nach. Wer arbeitet, kann zwischen 25 und 50 Euro im Monat verdienen. Die Arbeit besteht in der Regel darin, Uniformen für die Gefängnisverwaltung, die Armee oder das Innenministerium zu nähen. Für die Frauen, deren Verhalten gut bewertet wird, gilt der sogenannte erleichterte Strafvollzug. So können die Gefangenen ohne Einschränkungen Produkte im Lager kaufen und bekommen zwei zusätzliche lange Besuche gewährt.

Die strenge Unterbringungsform wird drei Monate lang für die Frauen verhängt, die gegen Regeln verstoßen haben. Dazu zählt etwa der Konsum von Alkohol und Drogen, Ungehorsam oder Beleidigung von Gefängnisbeamten. Die Frauen werden dann isoliert, dürfen nur einmal pro Tag für anderthalb Stunden nach draußen und keine Telefonate führen oder Besuche empfangen.

In Russland sitzen derzeit rund 59.000 Frauen ein. Frauen aus Moskau werden nicht zwangsläufig in Lagern nahe der Hauptstadt inhaftiert, sondern können sich hunderte Kilometer entfernt wiederfinden.

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66Kommentare
18. Aug 2012 04:55
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SORRY,....aber ich hätte NICHTS dagegen wenn Russland unsere Deutschen Straftäter und Mörder zu sich holen würde,damit SIE nicht wie im TV zu sehen Jugendknast Streicheleinheiten bekommen.

-----Das mit den Mädchen,....einfach nur doof gelaufen....um auf sich Aufmerksam zu machen.

18. Aug 2012 18:38
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ZITAT: "Die falschen Heldinnen
Zum Urteil gegen die russische Punkband "Pussy Riot"

B ei aller berechtigten Kritik an Wladimir Putins Unrechtsstaat bleibt eines zu bedenken: Das sogenannte Punk-Gebet von "Pussy Riot" in der Moskauer Erlöserkathedrale war mehr als eine Geschmacklosigkeit. Es war eine Straftat, und zwar nicht nur nach den oft dehnbaren russischen Gesetzen.

In Deutschland kann die "Beschimpfung von Religionsgesellschaften" nach Paragraf 166 StGB mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Man stelle sich einmal eine Neonazi-Band vor, die in der Münchner Hauptsynagoge ein antijudisches Hass-Gebet rockt.

Nun sage niemand, die Pussy-Punks seien doch die Guten und die Neonazis die Bösen! Es geht um die Würde der Religionen und nicht um politische Vorlieben. Im Übrigen hat das Punk-Gekreische vor den heiligen Ikonen, das um die hoch originelle Songzeile "Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck" kreiste, nichts mit dem Recht auf Meinungsfreiheit zu tun. Der Auftritt war eine peinliche, selbstverliebte Provokation. Er hat dem friedlichen und kreativen Protest der Anti-Putin-Opposition Schaden zugefügt. Die jungen Frauen von "Pussy Riot" taugen nicht zu Märtyrerinnen. Der wochenlange Free-Pussy-Protest im Westen ist deshalb wohlfeil und zeugt von einer schwer erträglichen Doppelmoral. Das ist umso bitterer, als Putin sein Land in den ersten 100 Tagen seiner dritten Amtszeit tatsächlich weiter von einer gelenkten Demokratie in eine autoritäre Selbstherrschaft verwandelt hat. Man denke nur an das Gesetz über die Nichtregierungsorganisationen, deren Vertreter künftig als Agenten gebrandmarkt werden können, sobald sie Unterstützung aus dem Ausland erhalten.

Den Finger in diese Wunden zu legen, wäre wichtiger, als sich um drei dubiose Punk-Damen zu scharen. Es ist ja wahr: Der Prozess gegen "Pussy Riot" hatte wenig mit einem rechtsstaatlichen Verfahren zu tun. Man kann auch das Strafmaß hinterfragen. All das aber kann man laut und klar sagen, ohne Straftäter zu Heiligen zu stilisieren. Die Putin-Kritiker hierzulande laufen Gefahr, sich in Russland komplett unglaubwürdig zu machen ."

Der Beitrag ist nachzulesen über politik@lr-online.de

18. Aug 2012 16:07
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Möchte "Anna" empfehlen, sich genauer über Putin und seine Machenschaften zu informieren und
hier keine Hass-Tiraden zu verbreiten.

18. Aug 2012 02:52
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Bitter für die drei Frauen. Aber - sie haben gewusst auf was sie sich einlassen und welche Strafen darauf stehen. Risko gespielt und verloren. Klar ist natürlich auch, nur mit Protesten kann man in diesem Land etwas verändern.
18. Aug 2012 16:50
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Es ist nicht zu fassen, warum fragt Niemand in den USA nach? Keiner weiss es besser und praktiziert´s ganz selbstverständlich wie man mit "Aufsässigen" umgeht ! Alle Welt findet dies auch in Ordnung und müsste sich nicht so dümmlich aufblasen!! 
17. Aug 2012 18:41
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Freiheit für die drei Frauen Menschenrechte geht vor u. nicht Korruption wie Putink u. seine  Leute die mitmachen in Russland1
18. Aug 2012 11:51
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Und was ist mit dem Recht der Kirchenbesucher auf freie Religionsausübung? Die wurde MASSIV gestört durch die dirkete Provokation der "Band". Das Gesetz gegen religiösen Hass und Rowdytum gibt es nicht erst seit gestern, die "Damen" wussten, worauf sie sich einlassen. Wieso wird nicht diskutiert, dass sich Mütter von kleinen Kindern zu so einem Sch*** hinreisen lassen und dann noch nicht mal Reue zeigen?
Mir kann keiner erzählen, die wollten niemanden in der Ausübung seiner Religion oder in seinem religiösen Empfinden kränken. Genau das war der Plan, um ein möglichst großes medienecho zu erreichen. Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber wenn die in einer deutschen Synagoge gegen den Krieg im Nahen Osten, gegen die Gewalt im Gazastreifen genauso "protestiert" hätten, wären auch mindesten 2 Jahre fällig gewesen für Antisemitismus und Volksverhetzung. Also schön die Kirche im Dorf lassen und nicht gegen den alsten Volksfeind Russland wettern. Die Frauen wurden verurteilt, weil sie ein Gesetz gebrochen haben, nicht weil sich Putin auf den Schlips getreten fühlt!

19. Aug 2012 09:07
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an @ Daniel peter - Zitat: "schau mal, wenn ich hier in kirche gehen würde und würde auf den altar pissen. hätte ich nur eine anzeige wegen nötigung und eventuell sachbeschädigung, und müsste eine Geldstrafe zahlen. ich würde nicht ein tag im knast verbringen"

 

O Gott, lass Hirn regnen! Und so was perverses wie du spricht über freie Meinungeußerung? Wie tief ist doch die Moral in Deutschland gesunken, das man so was hier niederschreibt, genauso wie man diese perverse Pussi- Mussi - Band als Kämpferinnen für die Menschenrechte in Russland bezeichnet.

18. Aug 2012 16:40
18. Aug 2012 18:11
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 @Slevowitsch

Findest du das auch normal das massenhaft Leute abgeführt werden die andere Meinung sind.

Jeder der nur ein bisschen Verstand hat erkennt die Zusammenhänge.

Und mal noch was zur Kirche.Vielleicht ist dir schon aufgefallen das in Deutschland die Kirche keine große Rolle spielt..Weißt du voran das liegt.Den meisten Menschen hier geht es gut und die brauchen keine Kirche als Krücke um ihr Elend zu ertragen.

Der König sagt zu seinem Priester: Halte du sie dumm.Ich halte sie arm.

18. Aug 2012 17:21
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War das nun mutig oder dumm?

Putin hat es jedenfalls clever genutzt, sich als "milder Richter" präsentiert und der (mehrheitlich schlecht informierten) Landbevölkerung vermittelt, dass die Opposition aus Punkern und Kirchenschändern besteht.

Insofern waren die Mädels mutig - und Putin schlau  ;-(

19. Aug 2012 09:00
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Sicher sind die Haftbedingungen in Russland nicht mit denen in der BRD zu vergleichen, aber politische Gefangene gibt es hier auch jede Menge. Es ist also Heuchelei hier Russland Vorwürfe bezüglich der Menschenrechte zu machen.
21. Aug 2012 18:50
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Das alles ist nur eine Art der Westlichen Medien um gegen Putin vorzugehen, weil er es nicht einsieht wieso er sein Land von den Westlichen Mächten ausbeuten lassen soll. Bevor wir auf andere zeigen sollten, sollten wir uns an der eigenen Nase packen. Die Westlichen Mächte beuten alles aus. Wir sind seid Jahrhunderten in Afrika gewesen nun will Russland und China auch ein Platz an der Sonnenseite das kann ich Ihnen nicht verübeln, wenigstens machen die kein Terror in Afrika und denen ist es egal was für ein Staatsreligion oder Regierungsform herrscht. Nur weil unsere Politiker bewusst, oder auch wollentlich mit dem Ziel der Ausbeutung, in der dritten Welt ein auf Vernunft und Aufklärung basierendes System aufzubauen versaumt haben. Wir haben es in Libyen gesehen und sehen es auch in Syrien wozu unser Nato fähig ist und sobald ein Land mehr will oder sich stabilieren will ohne die Zustimmung der Westlichen Mächte gehen dort Bomben hoch. Bevor Deutschland sich um die Belange anderer Länder kümmert sollten unsere Politiker zusehen das wir ein Friedensvertrag abschliessen. 2 plus 4 Vertrag ist immer noch kein Friedensvertrag. Haben die Deutschen nicht genug gelitten unter den Fehlern Ihrer Großeltern? (Wenn Ihr euch fragt ob ich rechts oder links bin ich bin Mitte und als ein Auswanderer habe ich keine art der zugehörigkeit daher sehe ich die Geschichte eher Unparteiisch.)

18. Aug 2012 11:51
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Und was ist mit dem Recht der Kirchenbesucher auf freie Religionsausübung? Die wurde MASSIV gestört durch die dirkete Provokation der "Band". Das Gesetz gegen religiösen Hass und Rowdytum gibt es nicht erst seit gestern, die "Damen" wussten, worauf sie sich einlassen. Wieso wird nicht diskutiert, dass sich Mütter von kleinen Kindern zu so einem Sch*** hinreisen lassen und dann noch nicht mal Reue zeigen?
Mir kann keiner erzählen, die wollten niemanden in der Ausübung seiner Religion oder in seinem religiösen Empfinden kränken. Genau das war der Plan, um ein möglichst großes medienecho zu erreichen. Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber wenn die in einer deutschen Synagoge gegen den Krieg im Nahen Osten, gegen die Gewalt im Gazastreifen genauso "protestiert" hätten, wären auch mindesten 2 Jahre fällig gewesen für Antisemitismus und Volksverhetzung. Also schön die Kirche im Dorf lassen und nicht gegen den alsten Volksfeind Russland wettern. Die Frauen wurden verurteilt, weil sie ein Gesetz gebrochen haben, nicht weil sich Putin auf den Schlips getreten fühlt!

19. Aug 2012 13:36
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2 jahre ist ok, damit die gleich wissen wie der hase läuft .somal sie genau wussten was ihnen blüht.und ich als deutscher schäme mich für unser lasches strafgesetz.
23. Aug 2012 16:45
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Ich denke auch, das die Mädels einfach auf sich aufmerksam machen wollten .Mit ihrer schlechten Musik hätten sie das nie geschafft .Rußland ist ein schwer zu regierendes Land. Nicht vergleichbar mit irgendwas in Europa. Ich kann nicht verstehen warum kaum jemand von den Problemen in unserem Land redet. Hier gibt es Zensur, Umerziehung über die Medien und laut Lissaboner Vertrag darf auf Demonstranten geschossen werden.Außerdem wurden durch die Euroumstellung die Löhne halbiert und die Preise verdoppelt.Von den Kriegen in die uns Rot Grün geführt haben ganz zu schweigen.Oder die Banken usw.usw.usw. Hier sollte man gegen sowas protestieren und sich nicht von den Medien führen lassen.
19. Aug 2012 19:06
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Anyway....laßt Euch den Beitrag von Mariposalie auf der Zunge zergehen....er hat nicht ganz unrecht....


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57 Kommentare ???  Ich habe 28 gezählt !
Und meiner ist auch ,,verschwunden,, !!!

19. Aug 2012 18:46
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Ok Denny und Achim, ihr habt ja Recht und die einzige Möglichkeit für mich nehme ich seit ca. 2 Jahren auf avaaz.org. wahr, indem ich per Unterschrift diese Aktionen unterstütze. Sie werden sich auch über kurz oder lang, da bin ich sicher, für diesen Vorgang engagieren.....so long.....
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