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24 Juli 2012 | Von dapd

Ausweitung der Krebsvorsorge: Kassen gegen Bahrs Pläne

Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen kritisieren Pläne von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zur Ausweitung der Krebsvorsorge. So wie der entsprechende Gesetzentwurf jetzt sei, werde für die Krebspatienten nichts besser, sagte der Geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Uwe Deh, der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe).


dapd - Norbert Millauer

ddp images/dapd/Norbert Millauer

Am (heutigen) Dienstag kommen in Berlin Experten zu einer Anhörung für das Gesetz zusammen, mit dem Bahr Reihenuntersuchungen zur Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs einführen möchte.

afp

AOK-Vorstand Deh bemängelt vor allem, dass Bahr es bei den vielen verschiedenen Krebsregistern in Deutschland belassen und nicht ein einziges schaffen will. "Der bestehende Flickenteppich von 46 Registern muss abgelöst werden durch eine Stelle, die für aussagefähige, übergreifende, transparente Daten sorgt", forderte er.

Die Chefin des Spitzenverbands der Krankenkassen, Doris Pfeiffer, sagte dem Blatt, bei den klinischen Krebsregistern stünden Verantwortung, Finanzierung und Nutzen in keinem angemessenen Verhältnis. Ihre Sorge sei, dass die Beitragszahler das Vorsorgeprogramm und die damit verbundenen Forschungsprojekte und Verwaltungsstrukturen "pauschal finanzieren, obwohl der Nutzerkreis sehr viel breiter ist".

dapd

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