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Islamisten zerstören laut Berichten Weltkulturerbe in Mali
In einer Stellungnahme der UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova wurde berichtet, dass die jahrhundertealten muslimischen Mausoleen von Sidi Mahmud, Sidi Moctar und Alpha Moya zerstört worden seien. Die UNESCO rief zum sofortigen Stopp der Verwüstungen auf. Frankreich verurteilte die "vorsätzliche Zerstörung".
Die Aktion sei eine Reaktion auf eine Bitte der Weltkulturorganisation UNESCO in der vergangenen Woche, die Gräber auf die Liste des gefährdeten Welterbes zu setzen, sagte Yattara. "Die Jugend von Timbuktu bereitet sich darauf vor, Vergeltung für die Entweihung der Gräber unserer Heiligen zu nehmen", sagte er. "Gegen die Waffen der Islamisten werden wir mit Stöcken und Steinen kämpfen", kündigte er an. Den Islamisten sei die Verehrung der Heiligengräber ein Dorn im Auge. In Timbuktu gibt es mehr als 300 Heiligengräber, 16 werden von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt. Timbuktu war lange Zeit ein Zentrum der islamischen Lehre und Forschung.
Extremisten der Gruppe Ansar Dine, die der Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM) nahesteht, haben nach eigenen Angaben die Kontrolle über die nördliche Hälfte Malis übernommen und die säkularen Rebellenkämpfer der Volksgruppe der Tuareg vertrieben. Die Islamisten nutzten nach dem Putsch im März das Chaos im Land aus und eroberten gemeinsam mit den Tuareg weite Teile des Nordens. Zuletzt kam es aber zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Islamisten und den Tuareg.
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