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27 Juni 2012 | Von afp

Mutmaßlicher 9/11-Drahtzieher beschwert sich bei UNO über Folter

Die Anwälte des mutmaßlichen Drahtziehers der Terroranschläge vom 11. September 2001, Khalid Scheikh Mohammed, haben Ermittlungen der UNO zu Foltervorwürfen ihres Mandanten verlangt. Sie hätten bereits Anfang Mai einen Brief an den UN-Sonderberichterstatter für Folter, Juan Méndez, geschickt, teilten sie am Dienstag mit. Darin verlangten sie eine "vollständige, faire and unabhängige Untersuchung" des Falls.


Mutmaßlicher 911-Drahtzieher beschwert sich bei UNO über Folter

Khalid Scheikh Mohammed vor und nach seiner Verhaftung (Foto: afp)

Gegen den Pakistaner Mohammed, der als Chefplaner des inzwischen getöteten Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden galt, und vier weitere Hauptverdächtige war Anfang Mai formell die Anklage erhoben worden. Sie müssen sich vor einem US-Militärgericht in Guantanamo auf Kuba wegen Verschwörung, Anschlägen auf Zivilisten, Mords, Flugzeugentführung und Terrorismus verantworten.

Dramatische Fotos von 9 11 veröffenetlicht

Mohammed hatte seine Beteiligung an den Anschlägen gestanden, allerdings machte er seine ersten Aussagen unter harschen Verhörmethoden, die als Folter angesehen werden. Er soll in einem Geheimgefängnis der CIA allein 183 Mal dem sogenannten Waterboarding unterzogen worden sein, bei dem die Betroffenen das Gefühl haben zu ertrinken.

Nach dieser "grausamen, unmenschlichen und entwürdigenden Behandlung" sei Mohammed von der US-Regierung "zum Schweigen gebracht worden", klagen seine Anwälte in ihrem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Er dürfe mit fast niemanden sprechen, und selbst seine Anwälte müssten jedes Wort als "mutmaßlich streng geheim" behandeln. Die Verteidiger werfen der US-Regierung vor, dieses "schmerzhafte und dunkle Kapitel" endgültig schließen zu wollen, indem Mohammed nach einem "Schauprozess" hingerichtet werden solle.

Bei den Anschlägen mit gekaperten Passagierflugzeugen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington sowie beim Absturz einer Maschine in Pennsylvania waren 2976 Menschen getötet worden.

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3Kommentare
27. Jun 2012 12:33
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Was regt der sich eigentlich auf? 
Der Mann hat über 3.000 Menschen auf dem Gewissen (und zwar vorsätzlich) und hätte man ihn nicht erwischt, wären es inzwischen wahrscheinlich schon viel mehr.

Sofort auf den Stuhl mit ihm!
27. Jun 2012 14:58
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Die Opfer, die stundenlang, den Tod vor Augen , gelitten haben, bevor sie in den Trümmern des WTC umkamen, konnten sich noch nicht mal "über die Folter, die man IHNEN angetan hat, beschweren"!!!!
27. Jun 2012 12:55
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Warum seid ihr so sicher das er die Taten begangen hat? Die Amis brauchen über 10 Jahre um endlich Anklage zu erheben! Das scheint ja dann wohl auch ein ganz klarer Fall zu sein! Was meint ihr wohl was ihr alles gestehen würdet nach einer netten Runde Folter? Die Amis sind genauso Verbrecher mit ihren Methoden und unmenschlichen Verhaltens gegenüber Mutmaßlichen Straftätern. Und der Inkaufnahme von unschuldigen Opfern.     
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