Merkel würdigt Bürgerrechter und Kirchen zum Mauerfall

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Die Kirchen in der DDR seien "mutige Begleiter in der Phase der Montagsdemonstrationen und Friedensgebete" gewesen und hätten Schutz gegeben, um Meinungsfreiheit leben zu können.

Merkel sagte, der 9. November 1989 sei "der glücklichste Tag der jüngeren deutschen Geschichte". Mit der Maueröffnung vor 20 Jahren sei der Weg für die deutsche Einheit gebahnt worden. "Dieser Tag hat das Leben vieler Menschen verändert - auch mein Leben", betonte Merkel.


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Zu den zentralen Feierlichkeiten am Jahrestag des Mauerfalls am 9. November in Berlin wird Merkel Staatsgäste aus aller Welt empfangen, darunter US-Außenministerin Hillary Clinton und den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, außerdem zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie den früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow. "Wir Deutschen werden unseren Nachbarn und den Alliierten nicht vergessen, dass der Weg zur Deutschen Einheit möglich wurde."
Zugleich sprach sich Merkel dagegen aus, einen Schlussstrich unter das Kapitel DDR zu ziehen. Vielmehr müsse die Erinnerung an das Geschehene wachgehalten werden, um die Zukunft zu gestalten. "Das sind wir außerdem den vielen Opfern des SED-Regimes und auch kommenden Generationen schuldig", sagte die Kanzlerin vor dem Hintergrund des Versöhnungsaufrufs von Brandenburgs SPD-Ministerpräsident Matthias Platzeck. Der SPD-Politiker hatte nach der Koalitionsvereinbarung mit der Linkspartei zur Versöhnung auch mit der früheren SED und der Stasi aufgerufen.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) unterstützte Platzecks Strategie der Versöhnung. "Für mich persönlich ist wichtig, dass wir im Umgang mit der Linkspartei ein Tabu wegnehmen", sagte er der "Bild am Sonntag". Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kritisierte die rot-rote Koalition in Brandenburg hingegen als "nachträglichen Ritterschlag für ehemalige Stasi-Leute".
Der frühere rheinland-pfälzische und spätere thüringische Ministerpräsident, Bernhard Vogel (CDU), forderte indes mehr Wertschätzung für den Glücksfall der Wiedervereinigung in Ost und West.

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