
dpa
Merkel bei Treffen mit Obama.
US-Präsident Barack Obama hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Treffen im Weißen Haus als „außerordentliche Führerin“ bezeichnet. Deutschland sei ein „außerordentlicher und starker Verbündeter“, sagte Obama.
Er bedankte sich bei Merkel für den Einsatz und die Opfer Deutschlands in Afghanistan. Deutschland habe viel dazu beigetragen, dass die Afghanen selbst mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen könnten, sagte Obama.
Die geplante Rede Merkels vor dem US-Kongress sei sicher auch für die Kanzlerin ein „besonderer Moment“. Sie sei in der DDR im Schatten der Diktatur aufgewachsen und habe dann die Freiheit kennenlernen können. Heute führe sie ein Deutschland, das ein zentrales Element eines freien Europa sei.
Obama würdigte zudem Merkels Einsatz für den globalen Klimaschutz. In Fragen der internationalen Wirtschaftspolitik und im Kampf gegen die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen sei Merkel „nachdenklich und energiegeladen“, lobte der US-Präsident weiter.
Nach der Unterredung mit Obama wird Merkel ihre Ansprache vor einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des US-Kongresses halten. Es wird erwartet, dass Merkel wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls an die Rolle Washingtons beim deutschen Einigungsprozess erinnert.
Konrad Adenauer (CDU) war im Jahr 1957 der bislang einzige deutsche Kanzler, der vor dem US-Kongress sprach. Er hatte allerdings in gesonderten Reden vor Repräsentantenhaus und Senat gesprochen, nicht auf einer protokollarisch höher eingestuften gemeinsamen Sitzung beider Häuser.























