Er muss wegen Kriegsverbrechen im Bosnien-Krieg verantworten, Radovan Karadzic. Sein Stuhl bleibt auch heute leer

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Der 64-Jährige begründet seinen Boykott damit, dass er nicht genügend Zeit zur Vorbereitung seiner Verteidigung gehabt habe.


Die Staatsanwaltschaft beim UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien will am Nachmittag die Darlegung der elf Punkte umfassenden Anklage wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen abschließen. Karadzic wird unter anderem vorgeworfen, die Massaker an bis zu 8000 muslimischen Männern und Jungen im Sommer 1995 in der UN-Schutzzone Srebrenica angeordnet zu haben. Ihm droht lebenslange Haft.