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20 November 2012 | Von dapd, afp, dpa

+++ Live-Ticker zum Nahost-Konflikt +++

Gaza - Im Nahen Osten dreht sich die Spirale der Gewalt weiter. Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im MSN Live-Ticker.


Palästinenser feiern die Aufwertung durch die UN-Vollversammlung (© AFP/Getty Images)
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  • Palästinenser feiern die Aufwertung durch die UN-Vollversammlung (© AFP/Getty Images)
  • Jubelende Palästinenser im Westjordanland (© dapd)
  • Die palästinensische Delegation bejubelt das Abstimmungsergebnis (© dapd)
  • Palästinenser feiern in Gaza-Stadt den vermeintlichen Sieg über Israel (© dpa picture alliance)
  • Polizisten untersuchen den zerstörten Bus in Tel Aviv (© dapd)
  • Sicherheitskräfte am Anschlagsort (© dapd)
  • Ein israelischer Soldat in der Nähe zum Gazastreifen. Am Dienstagabend zeichnet sich Hoffnung auf einen Waffenstillstand ab. (© dapd)
  • Die zerstörte Islamische Nationalbank im Gazastreifen (© afp)
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Die Palästinenser feiern ihren diplomatischen Triumph.

+++ 21.00 Uhr - sechs mutmaßliche Kollaborateure im Gazastreifen erschossen +++

Wegen mutmaßlicher Kollaboration mit Israel sind am Dienstag im Gazastreifen sechs Menschen erschossen worden. Eine große Menschenmenge versammelte sich in Gaza um fünf der blutigen Leichen, eine sechste wurde an ein Motorrad gebunden und durch die Straßen der Stadt geschleift, während die Menge "Spion, Spion" rief. Der militärische Arm der Palästinenserorganisation Hamas, die Issedine-al-Kassam-Brigaden, übernahmen die Verantwortung für die Tötungen. Nach Angaben der Hamas hatten die sechs Getöteten Informationen über Kämpfer und Raketenabschussplätze an Israel weitergegeben.

+++ 19.45 Uhr - drei palästinensische Journalisten getötet +++

Bei den Kämpfen zwischen Israelis und den militanten Palästinensern im Gazastreifen sind am Dienstag auch drei palästinensische Journalisten und ein israelischer Soldat getötet worden. Wie der von der radikalen palästinensischen Organisation Hamas betriebene Sender mitteilte, wurden zwei Kameraleute bei einem israelischen Luftangriff getötet, obwohl ihr Wagen als Pressefahrzeug gekennzeichnet war. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Gaza wurde auch ein dritter Journalist getötet. Er habe für eine private Radiostation gearbeitet. Israel äußerte sich zunächst nicht dazu. Gezielte Angriffe auf Journalisten gab es bislang nicht.

Bei einem palästinensischen Raketenangriff wurde auch ein israelischer Soldat getötet. Er war das erste Opfer der israelischen Streitkräfte in der jüngsten Offensive, die an Mittwoch vergangener Woche begann.

+++ 19.00 Uhr - Israel äußert sich zurückhaltend über Waffenruhe +++

Israel hat mit Zurückhaltung auf palästinensische Ankündigungen über die bevorstehende Ausrufung einer Waffenruhe im Gaza-Konflikt reagiert. "Wir arbeiten sehr hart, indem wir unaufhörlich unsere diplomatischen Kanäle nutzen", sagte ein israelischer Regierungsvertreter dem Armeerundfunk am Dienstag. Einen Zeitpunkt könne er aber nicht nennen, fügte er hinzu. Ein weiterer Vertreter sprach von Fortschritten bei den Verhandlungen.

US-Präsident Barack Obama dankte dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi für seine Vermittlungsbemühungen. Obamas Berater Ben Rhodes sagte, der US-Präsident habe während eines Telefonats mit Mursi von Bord der Präsidentenmaschine Air Force One erneut betont, wie wichtig die Bemühungen um eine Deeskalation im Gaza-Konflikt seien.

+++ 18.30 Uhr - Westerwelle erleichtert über mögliche Feuerpause +++

Außenminister Guido Westerwelle hat erleichtert auf die angekündigte Waffenruhe im Nahen Osten reagiert. Das sei eine "sehr gute Nachricht für den Frieden, für die Menschen in Israel und Gaza", sagte Westerwelle am Dienstagabend in Kairo. Hier hatten beide Seiten unter Vermittlung Ägyptens verhandelt und sich Medienberichten zufolge auf eine Waffenruhe verständigt, die noch am Dienstag in Kraft treten sollte. Westerwelle warnte zugleich vor übertriebenen Erwartungen. "Die Arbeit ist noch nicht getan", sagte er mit Blick auf einen nach wie vor ausstehenden Waffenstillstand.

+++ 17.00 Uhr - Hamas und islamischer Dschihad wollen Waffenruhe ankündigen +++

Die radikalen Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad haben die Ausrufung einer Waffenruhe im Gaza-Konflikt für Dienstagabend angekündigt. Wie von Vertretern beider Gruppen verlautete, soll die Ankündigung in der ägyptischen Hauptstadt Kairo erfolgen. Dort verhandeln Vertreter der Hamas und Israels seit Tagen über eine Feuerpause. Zuvor hatte Ägyptens Präsident Mohammed Mursi gesagt, die "israelische Aggression" werde noch am Dienstag enden. "Die Bemühungen, zu einer Waffenruhe zwischen Palästinensern und Israelis zu kommen, werden in den kommenden Stunden positive Ergebnisse erbringen."

+++ 15.30 Uhr - Mursi erwartet baldige Waffenruhe +++

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi geht offenbar von einem Durchbruch bei den Verhandlungen um eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt aus. "Die groteske israelische Aggression" werde noch am Dienstag enden, sagte Mursi laut der offiziellen ägyptischen Nachrichtenagentur Mena. "Die Bemühungen, zu einer Waffenruhe zwischen Palästinensern und Israelis zu kommen, werden in den kommenden Stunden positive Ergebnisse erbringen." In Kairo verhandeln Vertreter der radikalislamischen Hamas und Israels über eine Feuerpause. Israel hatte vor knapp einer Woche eine Militäroffensive gegen radikale Palästinensergruppen im Gazastreifen gestartet. Damit soll der Raketenbeschuss aus dem von der Hamas kontrollierten Gebiet beendet werden.

+++ 13.39 Uhr - Raketenalarm in Jerusalem +++

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hält sich heute in Jerusalem auf. Er bemüht sich um einen Waffenstillstand und hat mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesprochen. Westerwelle reist auch noch weiter nach Ägypten, das Land versucht ebenfalls zwischen beiden Seiten zu vermitteln.

Die meisten der Raketen, welche die Hamas und andere Palästinensergruppen abfeuern, gehören zum Typ der Kassam-Raketen, die nur eine relativ geringe Reichweite haben. Allerdings verfügt der Islamische Dschihad auch über iranische Fadschr-5-Raketen, die eine Reichweite von bis zu 75 Kilometer haben und damit auch Jerusalem und Tel Aviv erreichen können. Israel hat am vergangenen Mittwoch einen Militäreinsatz im Gazastreifen gestartet, um dem andauernden Raketenbeschuss ein Ende zu machen. Dabei starben nach palästinensischen Angaben bisher 116 Palästinenser.

+++ 13.37 Uhr - Lufthansa ändert Route nach Tel Aviv +++

Die Deutsche Lufthansa hat angesichts des Nahostkonflikts den Plan für Flüge in die israelische Stadt Tel Aviv leicht abgeändert. Zwar fliege Deutschlands größte Fluggesellschaft weiter den dortigen Ben Gurion Airport an. Doch lege der Flug LH 690, der gegen 22 Uhr von Frankfurt aus startet, diesmal einen Zwischenstopp in Athen ein, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Dienstag in Frankfurt am Main der Nachrichtenagentur dapd.

Israelischer Panzer an der Grenze zum Gazastreifen

Israelischer Panzer an der Grenze zum Gazastreifen

+++ 12.39 Uhr - Erdogan wirft Israel "ethnische Säuberungen" vor

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel im Gaza-Konflikt aufs Schärfste kritisiert und ihm "ethnische Säuberung" vorgeworfen. "Israel ignoriert den Frieden in dieser Region, tritt das internationale Recht mit Füßen und führt eine Kampagne der ethnischen Säuberung gegen ein Volk", sagte Erdogan in Ankara vor Abgeordneten seiner islamisch-konservativen AK-Partei. "Dieses Land besetzt nach und nach die palästinensischen Gebiete."

Die Palästinensergruppen im Gazastreifen würden Gebrauch von ihrem Recht zur "legitimen Verteidigung" machen, indem sie sich mit ihren Raketen gegen die "wahllosen und illegalen Angriffe" Israels wehren. "Niemand kann behaupten, dass Israel sein Recht zur Selbstverteidigung benutzt, Israel bläst derzeit einen Wind des Terrors über den Nahen Osten", sagte der Regierungschef unter dem Applaus der Abgeordneten. Dem Westen warf Erdogan vor, den "terroristischen Staat" Israel zu unterstützen.

+++ 12.21 Uhr - Siemens zieht deutsche Mitarbeiter ab +++

Aus Furcht vor den Raketen der Hamas hat rund die Hälfte von 70 deutschen Siemens-Service-Mitarbeitern Israel verlassen. Allen deutschen Beschäftigten sei dies angeboten worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag und bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost". Jeder zweite sei darauf eingegangen. Die deutsche Auslandshandelskammer (AHK) in Tel Aviv erklärte, es seien kaum deutsche Arbeitskräfte im Land, deshalb sei mit einem massenhaften Abzug nicht zu rechnen.

Die meisten deutschen Unternehmen in Israel hätten einheimische Mitarbeiter, sagte AHK-Geschäftsführer Grisha Alroi-Arloser der Nachrichtenagentur dapd. Er schätze den Anteil der Israelis auf 98 Prozent. Auch die Regionalchefs von Konzernen wie Henkel oder SAP seien Israelis. Ein flächendeckender Exodus deutscher Konzern-Mitarbeiter sei deshalb "kein Thema", sagte er.

+++ 11.47 - Palästinenser kritisieren Bundesregierung +++

Die Palästinenser haben scharfe Kritik an der deutschen Haltung im Gaza-Konflikt geäußert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sehe "zwar ein Recht Israels zu agieren, aber offensichtlich sieht sie nicht die Bilder aus dem Gazastreifen", sagte der Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Abdallah Frangi, der "Rheinischen Post" von Dienstag. Er verwies darauf, dass die Zerstörungen im dem schmalen Küstenstreifen nach mehr als tausend israelischen Luftangriffen "verheerend" seien.

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