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Erstellt am: 2 Dezember 2012 | Von dpa, dpa-infocom

Merkel schließt Griechenland-Schuldenschnitt nicht aus

Vor kurzem noch lehnte die Bundesregierung einen weiteren Forderungsverzicht zulasten der Euro-Staaten strikt ab: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt einen späteren Schuldenschnitt für Griechenland nun aber offenbar doch nicht aus.


Merkel schließt Griechenland-Schuldenschnitt nicht aus

Ein Schuldenschnitt für Griechenland würde den deutschen Steuerzahler nach Meinung von Kritikern Milliarden kosten. Foto: W. Kumm/Archiv

Zunächst aber müsse das Rettungsprogramm umgesetzt werden, sagte Merkel der «Bild am Sonntag». «Wenn Griechenland eines Tages wieder mit seinen Einnahmen auskommt, ohne neue Schulden aufzunehmen, dann müssen wir die Lage anschauen und bewerten. Das ist nicht vor 2014/15 der Fall, wenn alles nach Plan läuft.»

Merkel wies Vorwürfe zurück, sie sei wegen der Bundestagswahl 2013 gegen einen Schuldenschnitt bereits jetzt. Auf eine entsprechende Frage sagte Merkel: «Das derzeitige Hilfsprogramm für Griechenland läuft bis 2014, für die Erreichung bestimmter Haushaltsziele haben wir den Griechen zwei Jahre mehr Zeit gegeben, bis 2016.»

Im Frühjahr hatten private Geldgeber Athen freiwillig 53,5 Prozent der Schulden erlassen, was die Schuldenlast um rund 100 Milliarden Euro drückte. Einen weiteren Forderungsverzicht - diesmal zulasten der öffentlichen Geldgeber und damit der Steuerzahler - hatten Deutschland sowie die anderen Euro-Länder aus rechtlichen Gründen abgelehnt. Inzwischen wird aber ein Schuldenschnitt ab 2016 nicht mehr ausgeschlossen, sollte Athen in seinem Kernhaushalt - also dem Etat ohne Zinskosten für Kredite - einen Überschuss erzielen.

Anfang vergangener Woche hatten sich die Euro-Finanzminister auf weitere Hilfen für Griechenland verständigt, um eine Finanzlücke bis 2014 zu schließen und die Schuldenlast Athens deutlich zu senken. Wesentliches Element dabei ist ein Schuldenrückkaufprogramm, das Griechenland diese Woche starten will.

In gut eineinhalb Wochen sollen die Ergebnisse der Rückkaufaktion vorliegen. Dann wollen die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds (IWF) über die Auszahlung weiterer Hilfen von rund 44 Milliarden Euro aus dem laufenden Rettungspaket entscheiden. Ökonomen zweifeln laut «Welt am Sonntag» am Erfolg des geplanten Rückkaufs.

Griechenland will Staatsanleihen von privaten Investoren zu einem Preis zurückkaufen, der deutlich unter dem Nennwert liegt. Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras will beim Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Montag in Brüssel über das Programm berichten. Für einen Erfolg müssten sich genügend Anleger von griechischen Schuldscheinen trennen.

Die Euro-Finanzminister werden bei ihrem Treffen auch über das geplante Hilfsprogramm von etwa 17,5 Milliarden Euro für den Inselstaat Zypern beraten. Weiteres Thema der Abendsitzung sind Milliardenhilfen für spanische Krisenbanken. Nach den Worten von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sind für die Rettung von vier Geldhäusern insgesamt 37 Milliarden Euro nötig. Diskutiert werden dürften auch Forderungen Portugals nach niedrigeren Zinsen für die Hilfskredite aus dem Rettungsschirm EFSF.

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9Kommentare
2. Dez 2012 15:56
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Von mir erwartet der Arbeitgeber einen klaren Standpunkt, denn mit einem vielleicht kann keiner eine ernstzunehmende Basis  schaffen.

Und was macht Merkel schon wieder?
Vielleicht nicht oder doch...den Schuldenschnitt?

Ich brauche vielleicht eine Kotztüte oder doch nicht, mir ist jedenfalls schlecht!!


2. Dez 2012 16:44
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Schuldenschnitt und die Wahrheit, Einstimmung immer nur scheibenweise wie beim Salami. Ob es sich so bis zu den Bundeswahlen ausharren lässt " Frau noch Bundeskanzlerin "
2. Dez 2012 21:11
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Nun kommen die langsam mit der Wahrheit heraus weil die Griechenlandhilfe im Bundestag, 
unter Vorspielung falscher Tatsachen, ja durchgewunken wurde.Damit hat sich bestätigt, das die 
Regierung und vor allem Herr Schäuble das Volk belügen.Eigentlich müsste die Regierung und
vor allem der Finanzminister wegen veruntreuung von Steuergeldern und Betrug angeklagt werden.
2. Dez 2012 17:17
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ob die mit ihrem geld auch so hausen wie mit dem geld anderer.
ich frage wo ich mir stelle ist warum müssen wir mit unserem geld eine nation die mit lug und trug arbeitet auch noch deren schulden bezahlen???????????

3. Dez 2012 11:15
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Gebt einem Hauptschüler eine Rechenaufgabe über: Einnahmen und Ausgaben. Fakt - Griechenland hat 250 Milliarden Hilfsgelder erhalten und dafür das Haushaltsdefizit um knapp 30 Milliarden gesenkt. Was würde der Hauptschüler sagen? Insolvenz !!! Kommt dann der Schuldenschnitt, kommen andere Staaten auch in Schwierigkeiten.
3. Dez 2012 11:37
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Auch mit unserem Geld.

Die Kanzlerin hat offensichtlich vorsätzlich Recht gebrochen, Sie haben sich der möglichen Veruntreuung schuldig gemacht.

Sie lässt am Freitag über ein Rettungspaket mit deutschem Steuergeld abstimmen und stellt die Bonität der Liquidität der Griechen bereits Tag darauf in Abrede.

Wer Geld an jemanden verleiht im Wissen dass es weg ist, dem Schuldenschnitzt zu Opfer fällt, handelt vorsätzlich und strafbar.

Übrigens gestern Abend, Frau Gerster um 19.00 Uhr "heute" im ZDF verdrehte ebenfalls die Tatsachen, hatte eine eigenartige Sicht der Dinge.

Sie sprach von der Misere in der sich das griechische Volk zweifelslos befindet und schrieb dies, wohl vorweihnachtlich verpackt, den Sparanstrengungen zu, dass dem Land, den Menschen abverlangt werden.

Sie verschwieg, wie so viele, dass der Grieche, der Hinterzieher, der Korrupte dies dem eigenen Volk antut, seit Jahrzehnten.

Alles ist marode, weil das übrige Geld an der Steuer vorbei  in das ausland gebracht wurde.

Der Mitbürger, der angeblich stolze Grieche missachtet, ja misshandelt sein eigenes Volk, denn er entzieht sich auf das Kriminellste, menschenverachtend seiner Sozialverpflichtung.

Wir hier im Land finanzieren die Griechen und Off-Shore Windanlagen in der Nordsee.

Der Grieche bringt sein Vermögen, sein hinterzogenes Kapital, die Erlöse der Korruption an der Steuer vorbei in "Off Shore Steuerparadiese“, die Inseln zwischen Zypern und Griechenland und die EWU schaut zu und die Zyprioten beantragen sogar noch Finanzhilfen aus der EWU.

Hier hat es nicht nur den Regierenden sondern wohl auch Teilen in den Medien den Blick für das Wahre verzogen, oder ist es ein Fortbildungsdefizit, denn Frau Petra Gerstner ist ja sonst eine kompetente  Front Frau im ZDF.

Sie sollte nur mal die hauseigenen Magazine im ZDF ansehen.

Ansonsten den Kommentar von Herrn Anastasiadis in der Printausgabe.

Und  Seehofers Veto könnte  es zur Verarsche  der Woche schaffen.

3. Dez 2012 18:22
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Als deutscher Bürger kann ich nur hoffen, dass die Politiker von CDU/CSU Merkel auf dem anstehenden Parteitag abwählen. Merkel hat keine klare Meinung - sie wartet ab und handelt zeitversetzt. Wenn ich zeitweise diese dummen Worte höre bzw. lese "Frau Merkel ist die

mächtigste Frau der Welt". Mir wird nur schlecht - weshalb kann sie denn grossspurig auftreten ? Sie hat es einzig und allein der deutschen Wirtschaftskraft zu verdanken.

4. Dez 2012 06:16
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Zitat:

 

Die Ratingagentur Moody's zieht die Konsequenzen aus der Herabstufung Frankreichs: Sie senkt die Note für den europäischen Rettungsschirm Esm und für die EFSF um eine Stufe. Damit verlieren die Hilfsinstrumente ihr Spitzenrating. Eine weitere Abwertung droht.

Kommentar:

 

Das wird die EU (Politiker) wieder aufregen. Dabei ist viel immer noch zu gut bewertet. Der Euro-Rettungsschirm wurde durch eine einzige Herabstufung noch lange kein Ramsch sondern von "Beste Qualität" zu "Sichere Anlage".

3. Dez 2012 18:11
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In der Vergangenheit wurde wiederholt die FDP als "Umfallerpartei" hingestellt. Dies was merkel praktiziert ist weitaus schlimmer. M. ist ein typischer SED-Gewächs. Wenn wir - in der CDU/CSU -

ehrliche Politiker hätten, würden diese M. auf dem anstehenden Parteitag "in die Wüste" schicken.

 

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