Für prickelnde Dates & glückliche Beziehungen - triff Singles aus Deiner Nähe bei NEU.DE
Frankreich vor der Wahl: Wer macht das Rennen?

Frankreich vor der Wahl. Fotos: AFP
Der französische Präsident bestimmt nicht nur über die Außenpolitik wie der deutsche Außenminister, er entscheidet auch über Gesetze wie die Bundesregierung und repräsentiert sein Land darüber hinaus wie ein Bundespräsident. Der Präsident wird alle fünf Jahre in direkter Wahl bestimmt. Er ist Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte, Chef der Regierung und bestimmt außerdem maßgeblich über die Außenpolitik mit. Außerdem versteht er sich als Wächter über die Verfassung.
Historisch ist die Macht des französischen Präsidenten mit dem Zweiten Weltkrieg gewachsen: General Charles de Gaulle rettete aus seinem englischen Exil heraus Frankreich vor den Nazis, erhob das Land zur Siegermacht und gründete den Mythos der "Grande Nation", einer Weltmacht. Zu dieser gehört, so die französische Überzeugung, auch ein starker Präsident, der sich über alle Parteien erhebt und Frankreichs besondere Stellung in der Welt verteidigt.
Wie ticken die französischen Wähler?
Vor wenigen Wochen noch konnte sich der französische Sozialist Francois Hollande frühzeitig als mutmaßlicher Sieger der bevorstehenden Wahl feiern lassen. Der Herausforderer von Nicolas Sarkozy hatte knapp acht Punkte Vorsprung vor dem amtierenden Präsidenten, die Sozialisten bestimmten mit ihren Reden und Veranstaltungen die Nachrichten der französischen Fernsehsender. Nun, zwei Wochen vor der entscheidenden Abstimmung, ist ihr Ausgang wieder alles andere als sicher. Der französische Durchschnittswähler mag keine großen Veränderungen. Der eigentlich im Volk unbeliebte Sarkozy holt Woche für Woche wieder auf und Frankreich könnte erneut konservativ regiert werden.
Auch das schockierende Attentat von Toulouse, bei dem drei jüdische Kinder und vier Männer von einem selbsternannten Dschiihad-Kämpfer erschossen wurden, hat die Karten neu gemischt. Sarkozy konnte auf seinem ureigenen, dem konservativen Feld der Sicherheitspolitik, neu punkten. Aber Toulouse ist nicht allein entscheidend für den überraschend offenen Ausgang der Wahl: Auch der "Linksradikale" Jean-Luc Mélenchon kommt inzwischen überraschend auf bis zu 15 Prozent und gräbt so Hollande das Wasser ab.
Die Kandidaten im Überblick:
Auch die rechtsextreme Politikerin Marine Le Pen darf zur französischen Präsidentschaftswahl antreten. Ihre Partei, die Front National, erklärte Mitte März, sie habe die 500 Unterschriften von Bürgermeistern und Mandatsträgern zusammen, die laut Gesetz für eine Kandidatur benötigt werden. "Das System, das mich verhindern wollte, hat gerade einen Kampf verloren", erklärte Le Pen.
Der erste Wahlgang in Frankreich findet am 22. April statt, der zweite am 6. Mai.
Sponsored Links
Finde uns auf Facebook
- Gelesen
- Kommentiert
- Geteilt







