Britische Behörden finden Schmerzmittel in Pferdefleisch

Britische Behoerden finden Schmerzmittel in Pferdefleisch (dapd)
London (dapd). Der Pferdefleischskandal weitet sich aus: Die britischen Behörden haben einem Medienbericht zufolge in Fleischproben ein Schmerzmittel nachgewiesen, das für den Menschen gefährlich sein kann. Sechs in Großbritannien geschlachtete Tiere seien womöglich in Frankreich in die Nahrungskette gelangt, teilte der britische Umweltminister David Heath am Donnerstag nach Angaben der Zeitung "The Guardian" mit.
Es handele sich um das Schmerzmittel Bute (Phenylbutazon). Nach Angaben des britischen Ausschusses für Tierarzneimitteln kann das Mittel beim Menschen gefährliche Nebenwirkungen wie Blutbildungsstörungen verursachen. Heath erklärte, die Regierung versuche, das Fleisch zurückzurufen.
Die britische Chefstabsärztin Dame Sally Davies gab unterdessen Entwarnung. Bei den geringen Mengen, die gefunden wurden, sei es "sehr unwahrscheinlich", dass Menschen zu Schaden gekommen seien, zitiert sie "The Guardian". Ein Verbraucher müsse 500 bis 600 Pferdefleisch-Burger essen, um eine gefährliche Dosis abzubekommen.
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