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Wahre Identität von “Waldjunge Ray” geklärt
Das Lügengebäude stürzte ein, nachdem die Berliner Polizei nach neunmonatigem Rätselraten um die Identität des "Waldjungen" vor wenigen Tagen erstmals ein Foto veröffentlicht hatte. Daraufhin erkannte eine ehemalige Freundin den Mann im niederländischen Fernsehen: Robin v.H. stammt aus Hengelo, rund 50 Kilometer westlich von Rheine. Auch seine Stiefmutter erkannte ihn zweifelsfrei wieder, wie die Polizei in Hengelo am Freitag mitteilte.
Die Berliner Polizei hatte allerdings bereits schon lange Zweifel an der Geschichte vom "Waldjungen" gehegt. Zu vieles passte nicht zusammen. "Er war nicht unterernährt, sein Gesundheitszustand war gut, seine Zähne waren gepflegt", sagte eine Polizeisprecherin. Außerdem habe er sich gut in der Stadt zurecht gefunden und hätte auch gewusst, wie sich ein Computer benutzen lässt.
Mit viel Phantasie und Chuzpe hatte es Robin v.H. verstanden, seine Identität zu verschleiern. Fünf Jahre lang wollte er mit seinem Vater durch die Wälder Europas gezogen sein. Nachdem sein Vater vermeintlich gestorben war, habe er ihn im Wald begraben. Seine Mutter sei fünf Jahre zuvor tödlich verunglückt. An die Zeit davor habe er keinerlei Erinnerung. Noch nicht einmal an seinen Nachnamen wollte sich "Ray" erinnern, der nach seinem Auftauchen in Berlin zunächst nur Englisch sprach.
Mit dem Ammenmärchen, das er dem Berliner Jugendnotdienst auftischte, verschaffte sich der vermeintlich 17-Jährige ganz konkrete Vorteile. Im Rahmen des Systems der deutschen Jugendhilfe wurde er in einer betreuten Wohngemeinschaft untergebracht und erhielt Deutschunterricht.
Der Mann habe sich "ganz unauffällig" verhalten, berichtete der Jugendstadtrat des zuständigen Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Oliver Schworck (SPD). Er habe keine Probleme mit Mitbewohnern gehabt und keine Drogen genommen. "Er war fast ein nett zu nennender Mensch", "nicht schizophren", sondern "klar denkend", wie auch ein Gutachter feststellte. Da jedoch auch das Jugendamt zunehmend die Geschichte vom "Waldjungen" anzweifelte, drängte es schließlich auf die Veröffentlichung eines Fotos.
Die Polizei hatte bis dahin in ihren Nachforschungen auf die falschen Datensammlungen - denen über Minderjährige - zugegriffen. Zwar gaben die Eltern des Mannes nach seinem Verschwinden eine Vermisstenanzeige auf - doch Robin v.H. war zum Zeitpunkt seines Abtauchens bereits 19-jährig. "Und als Erwachsener konnte er hingehen, wohin er wollte", sagte eine Polizeisprecherin in Hengelo. Ein Abgleich mit Fotos in den Listen vermisster Erwachsener fand bei der internationalen Suche nicht statt.
Nachdem schließlich die entscheidenden Hinweise aus den Niederlanden kamen, gab der falsche "Ray" seine Lügengeschichte offenbar umgehend zu. Nach dem Wochenende wird er nun sein WG-Zimmer räumen müssen. Und seine Lügengeschichte könnte auch noch juristische Folgen für ihn haben - wegen der zu Unrecht bezogenen Sozialleistungen. "Wir prüfen, ob der Tatbestand des Betrugs vorliegt", sagte am Freitag ein Polizeisprecher.
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Aber diese Lügen Geschichte so lange zu glauben?
Mutter gestorben, wo?
Vater im Wald gestorben und eingegraben, wo?
5 Jahre im Wald gelebt und niemand hat ihn gesehen?
Auf einmal taucht er in einer Stadt auf.
Kennt sich in der Stadt bestens aus.
Kennt sich mit Computer gut aus.
Sieht gut ernährt aus.
Hier hätte genauer und intensiver hinterfragt werden müssen.
Wie konnte er sich im Wald so lange ernähren?
Wo hat er geschlafen?
Nun ist der Lügenbaron aufgeflogen.
wie dumm sind eigendlich die behörden,
auch im falle der mörder von mehreren türkischen mitbürgern haben sie jahrelang geschlafen und nichts gesehen und gehört
das er aufgenommen wurde und trinken und essen bekommen hat ist ja wohl selbstverständlich ebenso ein dach über den kopf.
aber die suche nach seiner wahren herkunft läßt doch zweifel an den behörden aufkommen.
mmmh..." Es wird geprüft ob der Tatbestand des Betrugs vorliegt "....gut definieren wir kurz mal den Betrug juristisch :
Betrug ist nach § 263 StGB : "durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum zu erregen oder zu unterhalten" ...tja also...mal ganz ehrlich ich würde da keine zwei Sekunden brauchen. Es ist ja schliesslich ein Betrug wie aus dem Bilderbuch.
Aber gut das wir so viel Zeit und Mühe für diesen einen kleinen Fall aufwenden...wir haben ja auch sonst nichts zu tun. Und wenn unser Sozialsystem so leicht getäuscht werden kann....dann will ich gar nicht wissen, wie viel Geld jeden Tag in die Taschen von Leuten fliesst denen nur eine klein wenig bessere Geschchte einfällt als die vom Waldjungen mit Computerkenntnissen.
als dieser raffinierte Kaaskopp.
Gebt ihm die Hand, verabschiedet ihn in ein selbstbestimmtes Leben und gut is...
Was soll der Quatsch mit juristischen Nachspielen?
Kostet nur Geld und Nerven.
Er hat niemandem direkt geschadet, er hat uns nur ein paar Euro gekostet.
Das ist angesichts der sonstigen Steuerverwschwendungen für Banken
und Konzerne doch wohl ein Klacks, oder?
Und Nachahmer wird es auch nicht geben - sowas klappt immer nur einmal!
Irgendwie, und trotz allem, lässt so eine Geschichte doch ein kleines Schmunzeln zu.
"Falsch" war es wohl alle mal und Strafe muss sein.
Doch sollte es sich KEINER vorweg nehmen, über IHN als Person zu urteilen.
Wer hat ihn so lange nicht gesucht/wer hat ihm so lange geglaubt?
Das werden andere rausfinden müssen.
















