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Todesflug Air France 447: Piloten waren überfordert
Paris - Der Airbus A330 war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris, als er über dem Atlantik in ein schweres Gewitter geriet. In mehr als 11.000 Metern Höhe vereisten die Sensoren, so dass die Piloten keine Angaben zur Geschwindigkeit der Maschine mehr hatten. "Die Besatzung war in der Lage praktisch völlig verloren", sagte BEA-Ermittlungsleiter Alain Bouillard bei einer Pressekonferenz in Le Bourget bei Paris. Es habe keine genauen Anweisungen gegeben, was in einem solchen Fall zu tun sei.
Der Airbus schwankte zunächst um 40 Grad in der Luft hin und her und stürzte dann wie ein Stein ins Meer. Die Experten kennen den Ablauf des Unglücks so genau, da vor gut einem Jahr der Flugschreiber der Unglücksmaschine vom Boden des Atlantiks geborgen wurde. Auch fast alle Leichen wurden vom Meeresgrund geholt und identifiziert.
Hinterbliebene: "Ich bin enttäuscht"
In ihrem rein technischen Abschlusspapier gibt die BEA 25 neue Empfehlungen, wie die internationale Flugsicherheit nach dem Absturz verbessert werden kann. Dazu gehören acht Empfehlungen für eine bessere Ausbildung der Piloten, die auf solche Extremsituationen vorbereitet werden müssten. Die Angehörigen der Opfer forderten, die Empfehlungen auch umzusetzen. "Die Flugsicherheit muss verbessert werden", sagte Dominique Soulas von der französischen Hinterbliebenenvereinigung Entreaide et Solidarité im Fernsehsender BFMTV.
Die BEA hatte die Angehörigen vorab über den Inhalt des Abschlussberichtes informiert. "Ich bin etwas enttäuscht", sagte anschließend die Deutsche Barbara Crolow, die bei dem Unglück ihren Sohn verlor. Sie ist wie andere Hinterbliebene der Meinung, dass sich die BEA zu stark auf einen Pilotenfehler konzentriert. Bereits in ihrem Zwischenbericht vor einem Jahr hatte die Behörde fast ausschließlich auf das Fehlversagen im Cockpit abgehoben.
Pannen waren bekannt gewesen
Die Angehörigen kritisieren, dass die BEA weiterhin mit keinem Wort auf frühere Pannen mit der Geschwindigkeitsmessung in den Maschinen des Airbus A330 und A340 eingegangen sei. Seit 2004 waren solche Pannen bekannt, wie ein zweiter juristischer Bericht zum Air-France-Absturz ergab, der am Mittwoch bekannt wurde. Allerdings unternahmen weder die Behörden noch der Flugzeugbauer Airbus oder Air France etwas dagegen.
"War es für die Verantwortlichen wirklich nicht möglich vorherzusehen, dass die veralteten und unzuverlässigen Geschwindigkeitsanzeigen beim Durchfliegen der berüchtigten Gewitterzonen am Äquator das Schutzsystem des Airbus abschalten und die Piloten in eine manuell äußerst schwierig zu steuernde Situation bringen würden?", fragten die Angehörigen der deutschen Opfer, die sich in der Vereinigung HIOP zusammengeschlossen haben, in einer gemeinsamen Erklärung.
Die französische Justiz ermittelt seit Frühjahr 2011 gegen Airbus und Air France wegen fahrlässiger Tötung. Airbus kündigte in einer ersten Reaktion an, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen", um die Flugsicherheit zu verbessern.
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Nach einem Artikel im Spiegel ist Air France mit einem Mittelstreckenflugzeug gestartet und musste wegen der maximalen Reichweite als Flugziel Marsaille anstelle von Paris in das System eingegeben werden, damit dieser Flug überhaupt genehmigt wurde. Als Folge, damit SIe überhaupt Paris erreichen könnten, sind die Franzosen als Einzige von sechs maschinen in diese Nacht mitten durch das Unwetter geflogen, während alle anderen Air Lines einen Bogen darum gemacht haben !
Der Pilot kannt bei 250km/h vertikalen Geschwindigkeiten im Gewitter nichts unternehmen. Die Maschine wird einfach zerlegt, leider ...
Was muss ich da lesen?
Sensoren vereist. Das ist ja noch schöner als Herr schon bemängelte. Es reicht nicht das die Dinger voll gestopft mit Computern sind, die in so einem Fall anscheinend überfordert sind, es ist noch peinlicher. Jedes Navi für 50€ hat einenGPS geschwindigkeitsmesser, und ein Flieger für hunderte von millionen nicht. Hoffe das ich mich irre und nicht ganz auf dem lufenden bin. Sonst ist es ja nicht nur peinlich. Und die Witwen von den Piloten werden den Process gegen Airbus nie gewinnen.
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