Bashar al-Assad hält in Damaskus eine Rede, in der er Saboteure für die Unruhen in Syrien verantwortlich macht. (Foto: ap, 20. Juni 2011)
Die schöne Bildgallerie soll wohl ein gutes Bild dieser Familie zeichnen, als westlich orientierter Vorzeigepräsident. Die in ihnen schlummernde Gewalt ist ihnen hierbei nicht anzusehen.
Sicherlich herrschte in Syrien Frieden und Sicherheit bis Anfang 2011, wenn man sich damit abfindet, einen Dikatator als Präsident, eine Einheitspartei, Korruption bis zu den höchsten Stellen des Staates und eine allgegenwärtige Geheimpoliziei, die sich überall einmischen darf und für nichts Rechenschaft ablegen muss.
Weder die Bevölkerung noch die Opposition wollte, dass das geschieht, wohin das Land heute gekommen ist, jedoch ist dafür einzig der Sicherheitsapparat und die Präsidentenfamilie verantwortlich, die monatelang die friedlichen Demonstrationen blutig niedergeschlagen haben. Es ist der Bevölkerung und den desertierten Soldaten nicht vorzuwerfen, dass sie sich danach bewaffneten und sich verteidigten.
Das Schlimme ist jedoch das Verhalten des Westens, der obwohl die Unrechtmäßigeit von Assad und sein Abdanken beschlossene Sache ist (wenn man den Aussagen glauben darf), dennoch das Leid der Bevölkerung in die Länge zieht und (fast) nichts für die Unterstützung der Aufständigen tut. Wenn man zu keinem Militarschlag bereit ist (wegen fehlendem Öl), so sollte man zumindest die Opposition mit wikungsvolleren Waffen ausstatten, wie Flugabwehrraketen.
Die letzten Aussagen von Obama und Hollande, dass es ein militärisches Eingreifen geben wird, falls chmische Waffen verwendet werden, versteht das Regime eindeutig als "Du darfst weiter töten ohne Sorge vor einem Eingreifen, solange du dafür nur konventionelle Waffen benutzt" !!!
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