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20 August 2012 | Von afp/dapd

Prozess um Mord an elfjähriger Lena aus Emden begonnen

Aurich - Vor dem Landgericht Aurich hat am Montag der Prozess um den Mord an der elfjährigen Lena aus Emden begonnen. Ein 18-Jähriger ist angeklagt, das Mädchen im März in einem Parkhaus in der niedersächsischen Stadt vergewaltigt und getötet zu haben. Ihm wird außerdem der versuchte sexuelle Missbrauch einer Joggerin im November vorgeworfen.


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De angeklagte D. H. verbirgt am ersten Prozesstag sein Gesicht hinter einem Aktenordner.

Mit einer Schweigeminute für die getötete elfjährige Lena aus Emden hat vor dem Landgericht Aurich der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Dem 18-Jährigen wird neben dem sexuellen Missbrauch und der Tötung der Viertklässlerin auch die versuchte Vergewaltigung einer Joggerin im November 2011 vorgeworfen. Als Nebenkläger treten bei der Verhandlung vor der Jugendkammer Lenas Mutter und Bruder sowie die Joggerin auf. Das Urteil wird Anfang November erwartet.

Öffentlichkeit im Lena-Prozess ausgeschlossen

Der Prozess um die Tötung der elfjährigen Lena aus Emden vor dem Landgericht Aurich findet ohne Öffentlichkeit statt. Diese werde erst zur Urteilsverkündung wieder zugelassen, sagte am Montag der Vorsitzende Richter Werner Brederlow. Er entsprach damit einem Antrag der Verteidigung. Brederlow begründete den Schritt damit, dass in dem Verfahren Einzelheiten über den jungen Angeklagten und die Hinterbliebenen zur Sprache kommen würden. Zuvor war bereits die Anklageschrift teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen worden.

Anklageschrift: Elfjährige Lena wurde erwürgt

Lena ist erwürgt worden. Das geht aus der am Montag vor dem Landgericht Aurich verlesenen Anklageschrift gegen den 18-jährigen mutmaßlichen Täter hervor.

Sie war am 24. März tot in einem Parkhaus gefunden worden. Eine Woche später wurde der Angeklagte nach einem DNA-Spurenabgleich festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft und hat die Tötung gestanden. Zuvor war ein Unschuldiger festgenommen worden. Gegen den 17-Jährigen gab es daraufhin Lynchaufrufe im Internet und vor dem Emder Polizeirevier. Ein 18-Jähriger wurde deshalb im Mai zu einer zweiwöchigen Arreststrafe verurteilt.

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Mordfall Lena - eine Chronik

  • 24. März: Am Abend wird in einem Parkhaus im ostfriesischen Emden die Leiche eines elfjährigen Mädchens gefunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.
  • 25. März: Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen, dass das Mädchen getötet wurde. Die Auffindesituation und das Obduktionsergebnis wiesen eindeutig auf ein Gewaltverbrechen hin, heißt es.
  • 26. März: Die Ermittler bestätigen, dass Lena Opfer einer Sexualstraftat wurde. Sie beginnen mit der Fahndung nach einem dunkel gekleideten jungen Mann. In Emden gedenken die Menschen der getöteten Lena mit einer Schweigeminute.
  • 27. März: Die Polizei veröffentlicht Ausschnitte von Videoaufnahmen aus dem Parkhaus. Am Abend nehmen die Ermittler einen 17-jährigen Tatverdächtigen fest. Nach einem Lynchaufruf im Internet versammeln sich rund 50 Menschen vor dem Emder Polizeirevier.
  • 28. März: Der Tatverdächtige sagt aus, legt aber kein Geständnis ab. Am Abend wird Haftbefehl gegen den 17-Jährigen erlassen.
  • 29. März: Die Polizei teilt mit, dass der Verdächtige kein Alibi zur Tatzeit hat und veröffentlicht erneut eine Videoaufnahme.
  • 30. März: Der bis zu diesem Zeitpunkt tatverdächtige 17-Jährige wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Neuen Ermittlungsergebnissen zufolge könne er nicht der Täter sein, heißt es. Lena wird auf einem städtischen Friedhof in Emden beigesetzt.
  • 31. März: Die Polizei nimmt einen 18-Jährigen fest. Nach weiteren Hinweisen aus der Bevölkerung habe sich der Verdacht gegen den jungen Mann konkretisiert, heißt es vonseiten der Ermittler.
  • 1. April: Der 18-Jährige gesteht die Tat. Der Richter erlässt Haftbefehl gegen den Mann wegen dringenden Mordverdachts zur Verdeckung eines Sexualdeliktes. Am Tatort gesicherte DNA-Spuren untermauern den Verdacht.
  • 3. April: Die Polizei räumt schwere Fehler im Vorfeld der Tat ein. Der mutmaßliche Täter hatte sich im Herbst vergangenen Jahres wegen seiner pädophilen Neigung selbst angezeigt, die Beamten ermittelten jedoch nicht konsequent genug gegen ihn. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) kündigt eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe an.
  • 4. April: Gegen mehrere Polizeisachbearbeiter sowie zwei Vorgesetzte werden Disziplinarverfahren wegen Ermittlungspannen im Zusammenhang mit dem 18-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet. Taucher beginnen in Emden mit der Suche nach der Tatwaffe.
  • 12. April: In Emden versammeln sich Schüler, Lehrkräfte und Eltern an der Emsschule zu einer Gedenkveranstaltung. Gegen vier weitere Beamte werden Disziplinarverfahren eingeleitet.
  • 10. Mai: Die Staatsanwaltschaft Aurich erhebt Anklage gegen einen 18-Jährigen aus Emden. Der Mann soll am 27. März im Internet zum Lynchmord gegen den damals unter Verdacht stehenden 17-Jährigen aufgerufen haben.
  • 30. Mai: Der 18-Jährige, der im Internet zum Lynchmord aufgerufen hatte, wird zu zwei Wochen in Dauerarrest verurteilt und erhält zudem eine Verwarnung nach Jugendstrafrecht.
  • 27. Juli: Die Staatsanwaltschaft Aurich erhebt Anklage gegen den 18-jährigen Tatverdächtigen.
  • 20. August: Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Mörder vor dem Landgericht Aurich.

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8Kommentare
20. Aug 2012 11:27
20. Aug 2012 22:22
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Deutsche Richter muessen sich an das Deutsche Grundgesetz halten.
Welches wiederum das Produkt eines schlechten Erlebnisses war.
Diesmal wollte man es beim Neuanfang besser machen.

Und wie stolz die neue Nation auf die neuen, demokratischen Gesetze war..
Heute jammern sie aber ueber diesen schaedlichen Liberalismus.
Drakonische Gesetze meussen wieder eingefuehrt werden, meinen sie.
Sind aber gegen Todesstrafe.
Warum auch nicht, denn sie hat ja auch nicht die gewuenschte Abschreckungskraft,
die man sich ursprunglich erhofft hatte.
Was jetzt?
Ich weiss es auch  nicht.

20. Aug 2012 20:03
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"Warum sollte man einem Deutschen Vater oder einer Mutter den Ehrenmord nicht genauso unterstellen dürfen"
Kann man.
Wird aber sehr wahrscheinlich nicht zutreffen.
Ausserdem war es Sarkasmus pur.
Und noch etwas: die Enthaltung der Idenditaet schuetzt nicht nur den Taeter, sondern auch diejenigen, die sich sonst vielleicht zu einer unueberlegten Tat hinreissen lassen wuerden.
Und unueberlegt muss nicht ungerechnet heissen, denn so, wie ich das Deutsche Strafrecht kenne, wird es keine gerechtigkeit geben. Sondern es bewahrt gewisse Leute davor, selbst Straftaten zu begehen.
Alles hat halt immer (mindestens) zwei Seiten.

20. Aug 2012 19:32
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D.H . Ist bereits die Nennung des Vornamens so verräterisch für eine gewisse Identität  ?:"
Ist es, denn sonst gibts bald einen weiteren "Ehrernmord"!

20. Aug 2012 16:13
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was soll man dazu sagen!

 

pädophile gab es schon immer  . früher sind die kinder missbraucht worden , ohne dass jemand kenntnis davon nahm. sie wurden alleine gelassen mit ihrer angst  und scham. 

heute weiss ein jeder  ,dass es solche männer gibt.  da hilft keine therapie , , keine gefängnisstrafe  ,die nach ein paar jahren zur bewährung ausgesetzt wird., diese  bestien sind und bleiben so. wie sie sind. was bleibt den eltern  ? vorsicht, aufklärung ohne jede tabus.

diese sätze ´´ der doch nicht,  setz  dich auf den schoss von  onkel herbert, (nachbar)  geh  mal ohne höschen ins wasser und auf die rutsche ´´müssen der vergangenheit angehören. . verstehen sie ,was ich meine ?  die kinder haben in sichtweite zu sein, keine feld oder waldspaziergänge ohne begleitung .  es gibt noch soviel dazu zu sagen.ich höre immer wieder´´ich kann doch mein kind nicht einsperren´´  die mütter der toten oder missbrauchten kinder wären froh ,sie hätten die kinder eingesperrt.  nicht wörtlich  nehmen, bitte! 

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Es gibt mindestens genau so viele pädophil veranlagte Frauen wie Männer. Nur die werden nicht
benannt und unter den Teppich gekehrt, weil DAS einfach nicht sein darf !
( für @ hilde die wilde )
Google : sex Missbrauch durch Frauen ...

20. Aug 2012 17:40
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Ist doch traurig was aus dieser Welt geworden ist.
Alles ist humaner geworden. Und wenn jemand
die Schrauben gegen diese Verbrecher wieder mehr
anziehen will dann gibt es ein großes Geschrei.
Die Freiheit würde abgeschafft usw.
Mit diesen Kinderschändern und Mörder sollte
der Staat viel härter umgehen. Es kann doch nicht
sein das dieses Schwei.. sich im Gericht noch
hinter irgend was verstecken darf. Und dann wird
aufgezählt warum er das getan hat. Die Kindheit
war schlimm, und und und. Aber das mädchen lebt
nicht mehr das er gequält und grausam umgebracht
hat. Ich bin sonst nicht für den Islam Aber für solche
schlimmen Taten sollte die Scharia eingeführt werden.
 
 

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