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2 August 2012 | Von dapd

Transplantationsskandal: Regensburger Arzt kein Einzeltäter?

Regensburg - Der verdächtigte Oberarzt im Organspende-Skandal an der Universitätsklinik Regensburg war nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" möglicherweise kein Einzeltäter.


Archivbild: Torsten Silz, dapd

Archivbild: Torsten Silz, dapd

Das Blatt berichtet in seiner Freitagausgabe, dass auch nach dem Abschied des Arztes, der von 2003 bis 2008 in Regensburg arbeitete, die Zahl der Lebertransplantationen am dortigen Universitätsklinikum noch einmal drastisch anstieg: Sie wuchs binnen Jahresfrist um mehr als 40 Prozent von 48 Transplantationen im Jahr 2008 auf 69 im Jahr 2009.

"Eine solche Steigerung gilt als ungewöhnlich, zumal selbst die größten deutschen Transplantationszentren nur rund 100 Lebern pro Jahr transplantieren", schreibt die Zeitung weiter. Noch dazu sei in Regensburg gerade erst die Zahl der Lebertransplantationen von 10 im Jahr 2003 auf knapp 50 gesteigert worden. Dies wird zum Teil auf die unlauteren Methoden des verdächtigen Oberarztes zurückgeführt, der auch für die Organ-Betrügereien an der Uniklinik Göttingen verantwortlich gemacht wird.

Enges Vertrauensverhältnis mit ehemaligem Vorgesetzten

Am Donnerstag war der Regensburger Chef der Chirurgie beurlaubt worden, der als Vorgesetzter des beschuldigten Oberarztes möglicherweise seine Kontrollpflicht nicht ausreichend erfüllt hat. Der Ärztliche Direktor der Klinik, Günter Riegger, sagte auf einer Pressekonferenz in München, der Vorgesetzte - der Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie - hätte seinen Untergebenen kontrollieren müssen. Die beiden Mediziner sollen sich Riegger zufolge seit vielen Jahren gekannt und offenbar ein enges Vertrauensverhältnis gepflegt haben.

Bei dem Hauptverdächtigen im Organspende-Skandal handelt es sich um einen Mediziner, der von 2003 bis 2008 Oberarzt an der Uniklinik Regensburg war und dann nach Göttingen wechselte. Bereits in der vergangenen Woche hatte eine Sprecherin in Regensburg bestätigt, dass dort 2005 ausländische Patienten unberechtigterweise auf die europäische Warteliste für Organtransplantationen gelangt seien. Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen durch einen Organspende-Skandal in der Uniklinik Göttingen. Dort soll der Mann ebenfalls Patienten in den Akten kränker gemacht haben, als sie tatsächlich waren.



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4Kommentare
7. Aug 2012 08:22
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Hipokrates-EID bedeutet nichts mehr, so scheint es...

5. Aug 2012 09:50
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Einige schwarze Schafe gibt es in jeder Gesellschaft.
Deshalb alle Ärzte in einen Topf werfen wäre ungerecht.
Den schwarzen Schafen sollte allerdings schon auf den Pelz gerückt werden.
Ich glaube aber das das sehr schwierig sein wird.
Er kann sich die besten Anwälte leisten.
Zweitens habe ich gelesen das dieser verantwortliche Arzt schon ein
neues Angebot in einem arabischen Land hat, wo er Menschen helfen
kann die viel Geld haben.






3. Aug 2012 20:19
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Es kann nicht sein, dass hier einige Ärzte über kriminelle Methoden versuchen, eine Bevorzugung ihrer Patienten gegenüber anderen Patienten (die ebenfalls auf Spenderorgane warten) zu erreichen!!

Sowas ist schlicht und einfach kriminell!! Und daher finde ich, dass hier eine Kombination aus harten Strafen und einer sehr strengen Aufsicht her muss!! Und diese Kontrolle können die Ärzte (weil Lobbyisten) nicht leisten, weil sie eben nicht unabhängig und objektiv sind!! Daher muss ich hier dem Chef der Ärztekammer deutlich widersprechen!!

Bevor solche kriminellen nicht verurteilt und auch WIRKLICH eingesperrt werden, werde ich nichts unterschreiben.

Denn: ansonsten würde damit weiteren solchen Skandalen Tor und Türe geöffnet!! Wehret den Anfägen sage ich dazu!! Denn sonst macht sich hier eine Form von Organ-Mafia breit.

3. Aug 2012 19:24
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wer der meinung ist das man für geld alles haben kann gerät leicht in den verdacht das er für geld alles zu tun bereit ist selbst den verkauf seiner ehre und seele

geld ist ein mittel um alles zu haben bis auf einen aufrichtigen  freund eine uneigennützige geliebte und eine gute gesundheit wobei letzteres in unserer zeit wohl nicht mehr zutrifft

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