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Organspendeskandal: Uni bestätigt 25 Verdachtsfälle

dapd
Aus dem Skandal um Bestechung und Betrug bei Leberverpflanzungen an der Göttinger Universitätsmedizin müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Konsequenzen gezogen werden. Ein Sprecher des Ministers sagte, es sei nicht nur gesetzeswidrig, "sondern höchst respektlos und ethisch in höchstem Maße verwerflich, wenn Organe nicht nach medizinischer Dringlichkeit transplantiert" würden. Die Göttinger Universitätsmedizin hatte am Freitag 25 weitere Verdachtsfälle in dem Skandal bestätigt. Bereits im Juni war bekannt geworden, dass ein ausländischer Patient 2011 gegen Geld bei einer Lebertransplantation bevorzugt worden sein soll.
Die "Auffälligkeiten" seien zunächst von der Bundesärztekammer festgestellt worden, sagte Martin Siess vom Vorstand der Universitätsmedizin. Die Kammer habe in Göttingen die Warteliste von Patienten sowie die Liste der 2010 und 2011 erfolgten Transplantationen überprüft. Ende Juni sei die Universitätsmedizin über die Erkenntnisse der Ärztekammer informiert worden.
Kern der Vorwürfe sei die Manipulation von relevanten Angaben zu Patienten auf der Warteliste, sagte Siess weiter. Die Universitätsmedizin habe am Donnerstag die Staatsanwaltschaft Braunschweig informiert und alle gewünschten Akten sofort bereitgestellt. Zudem sei eine eigene externe Gutachterkommission einberufen worden, die den Ablauf der Vorgänge prüfen und Empfehlungen für Konsequenzen geben solle.
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Im Mittelpunkt des Skandals steht der früheren Leiter der Göttinger Transplantationschirurgie. Gegen den Mediziner, der 2008 von Regensburg nach Göttingen gewechselt war, waren bereits im Frühsommer Vorwürfe laut geworden. Er soll 2011 einen ausländischen Patienten gegen eine hohe Geldzahlung bei einer Lebertransplantation bevorzugt haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den Mediziner sowie gegen den Patienten wegen Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung. Die Universitätsmedizin hatte den Arzt bereits im November suspendiert.
Siess schloss nicht aus, dass weitere Mediziner oder andere Mitarbeiter in die nun bekannt gewordenen Vorfälle verstrickt sind. "Theoretisch wären die Akten von einer Person manipulierbar gewesen", sagte er. "Das ist allerdings höchst unwahrscheinlich." Ebenso unwahrscheinlich sei es jedoch, "dass es viele waren, die manipuliert haben".
Nach Ansicht von Wirtschaftsvorstand Sebastian Freytag geht es bei der Aufarbeitung aber nicht nur um mögliche aktive Mittäter. "Es geht auch darum, wer trug Mitverantwortung, wer hätte genauer hingucken müssen." Die Göttinger Universitätsmedizin habe bereits jetzt weitreichende Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen, fügte Freytag hinzu. Die Transplantationsabteilung sei ganz neu strukturiert worden. "Wir haben das so ausgerichtet, dass eine Wiederholung undenkbar ist", sagte Freytag. "Die Warteliste ist jetzt wasserdicht." Bahr betonte, die Bereitschaft zur Organspende werde durch solche Vorgänge erschüttert. Erst vor wenigen Wochen hatte der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Bereitschaft der Deutschen zur Organspende steigern soll.
Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU) sagte, "sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre das sehr schlimm". Das Thema Organspende sei untrennbar mit Glaubwürdigkeit und Transparenz verbunden. "Wir brauchen in den Richtlinien der Bundesärztekammer für die Wartelistenführung und Organvermittlung noch intensivere Kontrollmechanismen, um zu verhindern, dass Einzelne mit krimineller Energie die Regelungen umgehen", sagte sie.
"Es scheint, dass es mit einem erschreckend simplen Trick im Göttinger Universitätsklinikum gelungen ist, das komplette Organspendesystem ad absurdum zu führen", sagte der Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. Die Vorfälle zeigten, dass die privaten Akteure im Transplantationssystem mit der Organentnahme und Organverteilung überfordert seien.
Die Deutsche Transplantationsgesellschaft reagierte "bestürzt" auf die neuen Manipulationsvorwürfe. Der Vorstand habe beschlossen, dass sich die deutschen Lebertransplantationszentren künftig freiwillig unangekündigten Kontrollen unterziehen sollten.
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und der Arzt wollte nicht Leben retten sondern seine Taschen voll machen.
Warum? Indem er seine Patienten Vorrang verschaffte mussten andere sterben die sonst auf normalen Weg dran gewesen waren. Das ist für einen Arzt eigentlich ein No-Go
Dieser Artikel beschreibt exakt meine Skepsis einen Organspendeausweis mitzuführen. Ich werde niemals zustimmen Organe spenden.
Wie üblich kommentiere ich dieses Ereignis mit den Worten: Üb niemals Treu und Redlichkeit, wenn du bist Demokrat.
Dieser Organspendeskandal zeigt, dass die Organisation der Organspenden nicht einer intransparenten Organisation wie der DSO überlassen werden darf.
Diese Zuordnung ist wahrscheinlich durch Politiker erfolgt.
In der Ärzte-Zeitung vom 10.05.2012 ist der Artikel "Organspende-Stiftung auf dem Prüfstand" zu finden. In dem geht es nur um Schiebereien mit Möbeln.
Die darin untergebrachte Erklärung "Mit dem Masterplan will der Stiftungsrat die Arbeit der DSO transparenter machen." zeigt, dass die Arbeit nicht transparent ist. Und wie das angeblich Verbessern funktioniert, kennen wir aus vielen anderen Gebieten zur Genüge. Sobald viel Geld im Spiel ist, wird eine saubere Kontrolle nicht durchgezogen bei solchen Institutionen.
Die Organisation der Organspende gehört in die Hände des Deutschen Roten Kreuzes, der Samariter oder ähnlicher Einrichtungen.
Beim DRK gab es zwar auch Korruptionsfälle. Solche Einrichtungen lassen sich aber, so denke ich, besser kontrollieren.
Die DSO ist doch nur als Geldgenerierungs-Organisation für einige wenige geschaffen worden, vermute ich.
Die Elite - Intelligenz dieser Gesellschaft - greift zu solch obskuren Mitteln - die Dunkelziffer ist eine weitaus Höhere - was erwartet die Gesellschaft von weniger intelligenten Menschen? Aber das Problem bzw. dies Prozedere ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt u. wurde sogar schon verfilmt - da stellt man sich doch die Frage, ob der Gesundheitsminister nicht genug auf die Führungskräfte eingewirkt hat - u. hier die Kontrollpflicht vernachlässigt wurde - hier fehlen klar die Kontroll-Schranken. Da muss einfach der Hebel angesetzt werden. Ein kleiner Arzt kann so etwas nicht, auch wenn er in lt. Stellung ist. Manipulation / Vetternwirtschaft / Bestechung / Korruption, kann keiner alleine - das Umfeld drängt ihn dazu. Wie sagt man so schön - wer das duldet macht mit. Bedauerlich ---.... ---.... ---.... oh oh oh
Die Elite - Intelligenz dieser Gesellschaft - greift zu solch obskuren Mitteln - die Dunkelziffer ist eine weitaus Höhere - was erwartet die Gesellschaft von weniger intelligenten Menschen ---------------- ?
Aber dies Prozedere ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt - u. wurde sogar schon verfilmt - da stellt man sich doch die Frage, ob der Gesundheitsminister nicht genug auf die Führungskräfte eingewirkt hat - u. hier die Kontrollpflicht vernachlässigt wurde - hier fehlen klar die Kontroll-Schranken. Da muss einfach der Hebel angesetzt werden. Ein kleiner Arzt kann so etwas nicht, auch wenn er in lt. Stellung ist. Manipulation / Vetternwirtschaft / Bestechung / Korruption, kann keiner alleine - das Umfeld drängt ihn dazu. Wie sagt man so schön - wer das duldet macht mit. Bedauerlich ---.... ---.... ---.... oh oh oh
Ich weiss nicht, wie weltfremd man sein muss, dass man das nicht schon vorher "wusste"......
Mein Arzt meinte vor 6 Jahren, ich bräuchte eine neue Leber (Hepatitis), aber ich wusste gleich, dass ich mir das nicht leisten kann.
Lebe immernoch sehr gut, aber habe mir nie etwas vorgemacht!!
Gefundenes "Fressen" für Unwissende und die Medien...
Wieder mal ein Thema, über das man sich aufregen kann, um von dem eigenen Problemen abzulenken ;-)
Was dieser Arzt getan hat ist selbstverständlich schrecklich. Menschen die aber hier gegen die Organspende im Allgemeinen hetzen sind auch nicht besser. Es gibt immernoch genung anständige Ärzte nur von denen wird in der öffentlichkeit nicht berichtet. Sich von solchen Vorfällen davon abhalten zu lassen Organspender zu werden halte ich für falsch. Denn die einzigen die damit bestraft werden sind Menschen, die ein Organ brauchen und nur deshalb sterben weil andere zu viel Angst vor der Organspende haben. Die Leute die ein Organ gespendet haben als "Schlachtfleisch" zu bezeichnen (wie es hier in den Kommentaren vorkam) finde ich extrem respektlos. Diese Leute haben etwas sehr ehrenhaftes und selbstloses getan woran sich viele in Deutschland ein Beispiel nehmen sollten. Ich bin Organspender und bin überzeugt davon, dass es das richtige ist!
Bei manchen komentare bin ich geschockt es gibt überall schwarze Schafe nicht nur bei der Organtransplation Ärzte wo neue Hüften etc. einsetzen wo nicht nötig sind. Aber wenn Du selber einmal betroffen bist das ein Mensch den Du liebst ein neues Organ braucht, Du durch die Hölle gehst siehst wie er immer mehr abbaut und noch Jung ist lernst Du dich mit dem Thema auseinander zusetzen. Du befasst Dich mit den Vorschriften und Meldescure. Man kann nicht alle Ärzte über einen Kamm Scheren.
Bei uns ging alles gut und wir haben nichts gezahlt auser das Normale Krankenhausgeld wie Ihr wisst pro Tag 10€. Zum anderen waren wir mit dem Klinkum münchen sehr zufrieden und um anderen zu helfen nehmen wir an einer Studie Teil wo für wir nichts bekommen oder zahlen. Es war ein langer Weg und ich selber bin Organspender.
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