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Papst-Cover: "Titanic" will notfalls "bis zum Jüngsten Gericht" gehen

Papst Benedikt; der Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic", Leo Fischer. Fotos: dapd
Fischer kündigte an: "Wir werden sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen und notfalls bis zum Jüngsten Gericht ziehen." Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte hierzu auf dapd-Anfrage: "Ich sehe dem völlig gelassen entgegen."
Das Oberhaupt der katholischen Kirche fühlt sich durch das aktuelle Titelbild des Satiremagazins in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und hat eine einstweilige Verfügung erwirkt - ein in Deutschland bisher einmaliger Vorgang. Auf dem Cover der Juli-Ausgabe sieht man den Papst, auf dessen Soutane ein großer gelber Fleck ist. Auf dem Titel heißt es dazu in Anspielung an den "Vatileaks"-Skandal um den Verrat von Interna aus dem Vatikan: "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!". Auf der "Titanic"-Homepage ist das Bild inzwischen geschwärzt, auf der Startseite ist ein neue Fotomontage, auf der "der Papst im Freudenrausch" mit zwei Limo-Flaschen zu sehen ist.
Auf dem Heft wird zudem auf der Rückseite der Papst von hinten mit einem großen braunen Fleck und dem Kommentar "Noch eine undichte Stelle gefunden!" gezeigt. In der PDF-Ausgabe sind die Bilder nun geschwärzt. Die Hefte, die sich bereits im Handel befinden, müssen aber nicht zurückgezogen werden.
Die provokante Ausgabe des Satiremagazins "Titanic" ist überaus begehrt. Beim Internetauktionshaus Ebay lagen am Mittwochnachmittag mehrere Gebote von Bietern bei mehr als 20 Euro - und das obwohl die Versteigerung noch mehrere Stunden lief. Ein Verkäufer verlangte gar 30 Euro beim Sofortkauf des Juli-Heftes.
Der DJV-Vorsitzende Michael Konken sagte, auch der Papst müsse sich Satire gefallen lassen. "Über Geschmack lässt sich streiten, aber die Darstellung fällt unter die Freiheit der Satire." Die Zeitschrift habe keine religiösen Gefühle von Katholiken verletzt, weil die Fotomontage ihn in seiner Rolle als Repräsentant der Vatikan-Bürokratie karikiert habe. Konken ermunterte die "Titanic"-Chefredaktion, die einstweilige Verfügung, die am Dienstag erlassen worden war, nicht hinzunehmen. "Es wäre nicht die erste Entscheidung des Landgerichts Hamburg gegen ein Medium, die auf dem Weg durch die Instanzen keinen Bestand hätte."
Kopp sagte hierzu, er gehe davon aus, dass die Entscheidung Bestand haben werde. "Die schnelle Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist erfreulich. Sie zeigt auf, wo Satire keine Satire mehr ist, sondern Menschen verletzt und verhöhnt werden."
Beim Deutschen Presserat gingen bis Mittwochmorgen rund 25 Beschwerden ein, wie Sprecherin Edda Kremer sagte. Die meisten fühlten sich in ihrer Religiosität gestört oder beanstandeten eine Verletzung der Menschenwürde.
Nach Angaben von "Titanic"-Chefredakteur Fischer sind die Abozahlen seit Bekanntwerden des Falles am Dienstag "sprunghaft angestiegen". Im Gegensatz zu in der Regel zehn Bestellungen pro Tag seien es am Dienstag 60 gewesen, bis Mittwochmittag bereits 50.
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Die Kirche mischt sich doch auch überall ein.
Und wenn es ernst wird ziehen sie sich zurück.
Denn, wer selber austeilt und das tut der Papst zur genüge,
siehe Pillenverbot etc., der muss auch einstecken können!
Und erst recht wenn man sich das mittelalter anschaut.
Wer war bei Hexenverbrennungen und Folterungen an erster Stelle, Richtig, die Kirche.
Und über solch eine Karikatur wird sich aufgeregt!
@ mcKay1:
"... Die Bibel zum Bleistift taugt gerade mal eben so als Briefbeschwerer. Wer in der heutigen Zeit noch an den Humbug glaubt den die Kirche von sich gibt ist entweder von der Inzucht oder hat sie prinzipiell nicht mehr alle. ..."
Das sagt gerade, die Person, die sich übermäßig aufregt, wenn man deren Glauben an Verschwörungstheorien kritisiert. Mal abgesehen davon würdest du auch die Leute so kritisieren, die an den Koran glauben? Die Titanic-Satieriker sind wohl zu feige dafür, denn hätten diese Leute jemals den Propheten Mohammed so dargestellt?
Nein, weil denen dazu die Eier in der Hose fehlen, denn das Redaktionsgebäude würde sofort von aufgebrachten Moslems belagert werden, man würde Deutschlandfahnen verbrennen, in muslimischen Ländern würden deutsche Botschaften gestürmt und zerstört werden. Aber mit dem Papst kann man es ja machen, denn er schickt keine Todesschwadronen und setzt kein Kopfgeld auf den Chefredakteur aus.
Kein Verständnis habe ich für Leute, die sich vor Aufregung nicht mehr eingekriegt hätten, wenn man eine Religion durch Mohammedkarikaturen beleidigt, das bei dem Papst aber nicht so dramatisch sehen. Das sind die größten Heuchler überhaupt.
Mich würde mal interessieren, wie du dazu stehst.
Dieser Beitrag ist von einem nicht religiösen Menschen. Es geht hier einfach ums Prinzip.
Mir freundlichem Gruß
Kay :-)
Trotzdem finde ich diese Satire gegen den P. weit übertrieben.
Den P. mit einer schmutzigen Satire
lächerlich zu machen ist unterste Schublade.
Es wird gerne über andere gelacht.
Wenn es einen aber selbst betrifft dann sieht es oft
anders aus.
Wer ist denn heute noch ein Nachfolger Jesu?
Ich bestimmt nicht und viele Gläubige in Religionen auch nicht.
Viele meinen sie kommen alle ins Himmelreich.
Aber auf die Anderen die in anderen Sekten mitlaufen wird mit dem Finger
gezeigt. Die sollen die Unwahrheit predigen und dafür in der Hölle schmoren.
Was sind das für Bösartigkeiten von den möchte gern Gläubigen zu ihren Brüdern
und Schwestern von anderen Religionsgemeinschaften.
Da gibt es viele sogenannte Ungläubige die viel menschlicher sind.
Um es ganz kurz zu schreiben.
Es kommt nicht auf eine Kirche an sondern auf den Menschen.
schönes Wochenende.
Auf der anderen Seite gilt sie scheinbar nicht für jeden.
Ich kann über Satire lachen.
Aber dieses Schund Blatt würde ich mir nicht kaufen.
Wenn sich Blätter für Lobbys die irgendwelche Interessen vertreten einspannen lassen dann ist das nichts für mich. Zum manipulieren sollen sie sich andere aussuchen.
Wie gesagt, ich bin in keiner Kirche,
finde aber das mit Satire keine Grenze überschritten werden sollte,
egal gegen wen sie gerichtet ist.
Was sollen die gegenseitigen Beleidigungen.
Auch wer in der Öffentlichkeit steht sollte nicht schlecht gemacht werden.
Es ist einfach nicht schön wenn jemand beleidigt wird.
Ob es in der Schule ist wo jemand dick ist, oder etwas an sich hat
wo er / sie nichts dafür können.
Oder jemand einer Minderheit angehört oder irgendwelche
irrigen Ansichten hat.
Kritisiert und bekämpft sollte jede Form von Gewalt werden.
Ansonsten sollte jeder Mensch Gedanken Narrenfreiheit haben.
Wir können weder behaupten noch leugnen das es mehr gibt als wir sehen.
Der Mensch stößt an gewisse Grenzen wenn es um Entfernungen
oder Zeit geht. Niemand weiß ob es hinter unserem Universum noch
viele Andere gibt. Platz wäre in der Unendlichkeit genug.
Ob es im Universum noch andere Formen von Leben gibt weiß auch niemand.
Und haben sie schon mal den menschlichen Geist angefasst?
Es ist nicht möglich ihn zu sehen.
Es wird natürlich über Glauben viel Humbug erzählt.
Es gibt aber Fragen die noch offen sind.
Warum gibt es menschen und was ist der Sinn des Lebens.
Wir gehen immer davon aus das alles so ist wie es ist.
Es hätte auch alles anders sein können.
Es gibt die Erde und die Menschen nicht.
Nach dem Urknall hat sich keine Erde entwickelt.
Der Abstand der Erde zur Sonne ist zu weit oder zu nah.
Aber nun sind wir Menschen da und einige stellen sich Fragen.
Die Einen vertrauen auf die Wissenschaft das sie mal
eine Antwort finden. Andere glauben im Glauben die
Antwort zu finden. Lass sie doch alle hoffen oder glauben.
Der Papst ist eine öffentliche Persönlichkeit, die konstruktive Kritik, in welcher Richtung auch immer, aushalten muss.
Deshalb ist die einstweilige Verfügung nicht gerechtfertigt, denn wir leben in einem Land, in dem Jornalisten ihre Meinung frei äußern dürfen und nicht der Zensur unterliegen. So soll es auch weiterhin bleiben, ganz gleich, ob es um politische oder religiöse Inhalte geht. Es muss erlaubt sein, sich öffentlich mit Sachverhalten auseinanderzusetzen.
Die Titanic gehört einfach nicht vors Gericht, auch wenn dem Papst die Galle überläuft. Bei allem Respekt vor anderer Meinung, auch der Papst muss sich mit ihr auseinandersetzen.
Wenn wir ehrlich sind ist die heutige Kirche ein zahnloser Tiger.
Die zwingen niemanden etwas auf. Alles ist freiwillig. Wer glauben
will kann glauben, wer nicht glauben will glaubt eben nicht.
Wenn Kirchen etwas von Verboten sagen dann kann der mündige
Bürger selbst entscheiden ob er sich daran hält.
Diese Kirche hat früher viel falsch gemacht. Aber heute ist die KK
eine ganz andere. Deshalb würde ich nicht die alten
Karamellen ausgraben. Was ist nicht alles in der Geschichte
passiert. Viele Bücher sind darüber geschrieben werden.
Kein Mensch der heute lebt hat mit den damaligen Verbrechen
etwas zu tun. Oder können Verbrechen vererbt werden?
Dann fassen sie sich mal an die eigene Nase.
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