
Foto: afp
Der Militär-Psychiater soll nach Medienberichten seit Jahren versucht haben, aus der Armee entlassen zu werden. Er habe sogar angeboten, die Kosten für seine medizinische Ausbildung der Armee zurückzuzahlen. Die „Washington Post" berichtet zudem, Nidal Malik Hasan habe seit langem eine Entsendung in den Irak gefürchtet. Nun hatte er den Marschbefehl doch erhalten und sollte bereits in drei Wochen in den Irak reisen.
Der 39-jährige Amokläufer und Psychiater auf dem texanischen Militärstützpunkt Fort Hood sei ein gläubiger Muslim gewesen, berichtet die „Washington Post" weiter. Er habe früher jeden Tag in seiner Gemeinde nahe Washington gebetet. Eine Tante des Schützen sagte dem Blatt zudem, er sei seit Jahren wegen seines Glaubens schikaniert worden.
Dennoch gab es nach Angaben des Kommandeurs des Militärstützpunktes, Bob Cone, zufolge keine Hinweise auf eine terroristische Verbindung, auch wenn dies noch nicht ausgeschlossen werden könne. Hasan habe sich bei Vernehmungen nicht zu seiner Bluttat geäußert: „Er hat nichts gesagt", schilderte der General Cone.
VIDEO: Militärpsychiater läuft Amok in US-Stützpunkt
Die „New York Times" berichtet, dass die Bundespolizei FBI Blogeinträge im Internet untersucht, die möglicherweise von dem Täter stammen. Darin debattiert ein Mann, der sich Nidal Hasan nennt, über Selbstmordanschläge und findet dafür positive Argumente. So vergleicht er in einem Eintrag das Heldentum eines Soldaten, der sich auf eine Granate wirft, um seine Kameraden zu schützen mit einem Selbstmordattentäter, der sich für seine muslimischen Glaubensbrüder opfere.
Angestaute Furcht
Experten im US-Fernsehen mutmaßten, dass sich innerer Aufruhr oder auch Furcht im Laufe der Zeit in ihm so aufgestaut haben könnten, dass sie sich am Ende in Gewalt entladen hätten: Der Offizier hatte auf dem größten Militärstützpunkt der USA ein Blutbad angerichtet.
BILDER: Armeepsychiater tötet Soldaten
Mit einer Pistole und einer halbautomatischen Waffe ausgerüstet eröffnete er um 13.30 Uhr Ortszeit das Feuer in einem Stützpunkt, in dem Soldaten vor Auslandseinsätzen noch einmal auf ihre Gesundheit hin überprüft und behandelt werden. Zwölf Menschen starben 31 weitere wurden verletzt. Der Schütze überlebte schwer verletzt.
Wie General Cone bestätigte, war es eine zivile Polizistin, die als erste Schüsse auf den Amokläufer abgab, um ihn zu stoppen. Sie sei entgegen ersten Berichten nicht bei ihrem Einsatz ums Leben gekommen. Über die Toten und Verletzten sagte der Kommandeur lediglich, es seien hauptsächlich Militärangehörige.






















