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Erstellt am: 3 Dezember 2012 | Von dpa, dpa-infocom

Neun Tote bei Tunneleinsturz in Japan bestätigt

Beim Einsturz eines Autobahntunnels in Japan sind neun Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf Polizeiangaben.


Neun Tote bei Tunneleinsturz in Japan bestätigt

Im Innern des Bauwerks ist ein Feuer ausgebrochen: Dichter schwarzer Rauch drang nach außen. Foto: Franck Robichon

Demnach wurden die Toten in drei Fahrzeugen in dem knapp fünf Kilometer langen Tunnel rund 80 Kilometer westlich von Tokio gefunden. Tonnenschwere Deckenplatten hatten sich gelöst.

Allein fünf verbrannte Leichen seien in einem Minibus entdeckt worden, der am Sonntagmorgen von herabfallenden Deckenplatten getroffen worden und in Flammen aufgegangen war, meldete der Fernsehsender NHK. Drei Tote habe es in einen Pkw, einen weiteren in einem Kühllastwagen gegeben.

Zwei Frauen waren bei dem Unglück verletzt worden. Dutzende Fahrzeuge stoppten noch vor der Unglücksstelle. Die Insassen mussten zum Teil mehrere Kilometer laufen, um sich vor dem Rauch in Sicherheit zu bringen, so NHK. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren den Berichten zufolge etwa 30 Fahrzeuge in der Röhre.

Warum sich die tonnenschweren Deckenplatten in einer der beiden Röhren des Sasago-Tunnels auf einer Länge von mehr als 100 Metern gelöst hatten, war auch am Montag noch unklar. Die Platten waren fünf Meter lang, mehr als einen Meter breit und acht Zentimeter dick. Metallstäbe, mit denen die Platten an der Tunnelwand befestigt waren, hatten sich gelöst, erklärte die Betreiberfirma Central Nippon Expressway. Vermutlich seien Alterungserscheinungen für das Unglück verantwortlich.

Nach Angaben von Central Nippon Expressway war der 35 Jahre alte Tunnel in der Präfektur Yamanashi zuletzt im September routinemäßig überprüft worden. Dabei seien keine Schäden festgestellt worden, hieß es. Medienberichten zufolge habe sich der Betreiber bei seinen Inspektionen allerdings auf eine visuelle Überprüfung des Tunnels beschränkt. Strukturelle Verbesserungen habe es in den letzten 30 Jahren keine gegeben, berichtete NHK.

Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda ordnete eine Untersuchung an. Das Verkehrsministerium soll alle Tunnel mit ähnlicher Bauweise untersuchen. Mindestens 29 Tunnel werden von der Maßnahme betroffen sein, berichtete die Tageszeitung «Mainichi Shimbun».

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