Bundesbehörde warnt vor gepanschtem Alkohol aus Tschechien

Bild: dapd
Bislang gebe es noch "keinerlei Hinweise", dass gepanschter Alkohol nach Deutschland gelangt sein könnte, sagte ein BVL-Sprecher am Dienstag. Es sei auch "sehr unwahrscheinlich", dass dies über legale Vertriebswege geschehe. Wer sich in Tschechien aufhalte, sollte aber "besonders sensibilisiert" sein.
Bei den verdächtigen Spirituosen handelt es sich um hochprozentigen Wodka und Rum ohne Herkunftsnachweis, der aus unetikettierten Plastikfässern abgefüllt und an kleine Geschäfte und Verkaufsstände in der tschechischen Region Ostrava im Osten des Landes abgegeben wurden.
Schon 20 Tote in Tschechien
In Tschechien starben nach Angaben der dortigen Behörden bislang mindestens 20 Menschen, nachdem sie gepanschten Alkohol getrunken hatten. Dutzende mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die tschechische Regierung hatte am Wochenende den Verkauf hochprozentiger Getränke verboten und landesweite Razzien angeordnet.
Auch deutsche Verbraucher betroffen?
Nach Angaben der tschechischen Behörden gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass methanolhaltige Spirituosen außerhalb von Tschechien auf legalem Wege vertrieben worden sind. Es könne aber nicht ganz ausgeschlossen werden, dass auch deutsche Verbraucher betroffene Spirituosen erworben haben und damit einer akuten Gesundheitsgefahr ausgesetzt sind.
Nach Angaben des sächsischen Verbraucherschutzministeriums wurden vom tschechischen Gesundheitsministerium folgende Spirituosenmarken im Zusammenhang mit den Methanolvergiftungen in Tschechien genannt: Lassky Tuzemak, Tuzemak, Svestkova Vodka, Vodka Lunar, Hanacka Vodka, Merunka Borovicka.
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