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15 März 2012 | Von afp/dpa

Angehörige müssen Todesopfer des Busunfalls identifizieren

Siders/Heverlee - Nach dem schweren Busunglück in der Schweiz haben Angehörige mit der Identifizierung der 28 Todesopfer begonnen. Die Familien seien in einer Leichenhalle vor Ort eingetroffen, um die Leichen zu identifizieren oder Informationen zu liefern, die bei der Identifizierung der teilweise bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Opfer helfen könnten, sagte ein Polizeisprecher in Sion. Einige Leichen sollten bereits im Laufe des Tages nach Belgien überführt werden. Unter den Toten waren 22 Kinder.


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Ein Halbkreis aus 15 Särgen: Trauerfeier im belgischen Lommel. Foto: Yorick Jansens/dpa

Die sterblichen Überreste des Busfahrers sollten in der Schweiz untersucht werden um zu klären, ob gesundheitliche Gründe für den tragischen Unfall am Dienstagabend verantwortlich waren. Der Autobahntunnel in Siders im Kanton Wallis blieb weiter für den Verkehr gesperrt, die Ermittlungen an der Unfallstelle dauerten an.

In der Schweiz begann derweil eine Debatte über die Sicherheit von Nothaltebuchten in Tunneln. Der "Tages-Anzeiger" kritisierte, dass die Buchten im Siders-Tunnel Mauern hätten, die im rechten Winkel zur Fahrbahn stünden und damit eine tödliche Gefahr darstellten. Nur dadurch sei es möglich gewesen, dass der Bus frontal gegen die Mauer der Nothaltebucht prallte. Möglicherweise müsse die Höchstgeschwindigkeit für den Schwerlastverkehr in Tunneln gesenkt oder die Konzeption von Nothaltebuchten geändert werden, schrieb die Zeitung "Le Temps".

Der Reisebus mit Kindern aus zwei belgischen Schulen an Bord war auf der Rückfahrt von einer Skifreizeit, als er am Dienstagabend im Autobahntunnel bei Siders nach rechts abkam, die Fahrbahnbegrenzung überfuhr und frontal gegen die Betonmauer einer Nothaltebucht prallte.

Die Unfallursache war zunächst völlig unklar: Nach belgischen Angaben war kein weiteres Fahrzeug an dem Unglück beteiligt. In der Röhre gibt es keinen Gegenverkehr. Der Fahrer kann nach Ansicht des Staatssekretärs im belgischen Verkehrsministerium nicht übermüdet gewesen sein. Auch auf technische Ursachen gab es zunächst keinen Hinweis.

Möglicherweise habe eine «unglückliche Verkettung von Umständen» zu dem Unfall geführt, sagte Richard Eberhardt, Präsident des Internationalen Bustouristik-Verbands RDA der «Pforzheimer-Zeitung». Unmittelbar hinter einer leichten Rechtskurve habe sich eine Haltebucht befunden, an deren Ende der Bus gegen die im rechten Winkel zur Fahrbahn stehende Wand geschmettert worden sei. «Man muss sich nach dem Unglück die Frage stellen, ob die Wände von Haltebuchten in einem flacheren Winkel abgeschrägt auslaufen müssen.»

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