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20 November 2012 | Von Andreas Reimann

Busfahrer fälscht MVV-Tickets: 248.000 Euro Schaden

Ein Busfahrer, dessen Ehefrau und mehrere Komplizen haben MVV-Monatstickets im großen Stil gefälscht und unter die Leute gebracht. Durch die gefälschten Isar-Cards ist dem MVV ein Schaden von mindestens 248.000 Euro entstanden. Jetzt steht die Bande vor Gericht.


MVV-Tickets im großen Stil gefälscht: Betrüger-Bande steht vor Gericht. (© dpa)

Als Busfahrer hatte es Elvis H. (30) sehr leicht, an die Rohlinge für die MVV-Zeitkarten zu kommen. Im großen Stil klaute Elvis H. diese Rohlinge, bedruckte sie gemeinsam mit seiner Ehefrau Ivana (30) und übergab die Fälschungen vier weiteren Komplizen. Die Betrüger brachten die gefälschten Fahrscheine schließlich für zehn Euro unter dem Normalpreis unter die Leute. Wie zum Beispiel an gutgläubige Menschen: Das Pflegepersonal eines Altenheims in der Au soll Großabnehmer der gefälschten MVV-Tickets gewesen sein. Gesamtschaden für den Münchner Verkehrsbund: Mindestens 248.000 Euro! Nun steht die Bande vor Gericht.

Pflegepersonal eines Altenheims war Großabnehmer

Wie die Münchner "abendzeitung" in ihrer Ausgabe vom Dienstag berichtet, war Elvis H. bei einem privaten Busunternehmen angestellt gewesen. Das Unternehmen setzt für den MVV seine Fahrzeuge und Fahrer ein. Angesichts der steigenden MVV-Preise dachten die Betrüger, sie würden richtig Kohle machen. In der Tat: Der Schaden für den MVV wird auf 248.000 Euro geschätzt. Bedient wurden vor allem die Mitarbeiter eines Auer Altenheims. Angesichts der täuschend echten Tickets ahnten die Abnehmer wohl nichts von den kriminellen Machenschaften.

Die Masche war dabei immer die gleiche. Es war wie eine Art Familienunternehmen: Busfahrer Elvis H. und seine Frau stellten die gefälschten Tickets her. Kaufmann Jasmin J. (29) sowie dessen Ehefrau Serena (27) und Schwiegermutter Paola S. (52) managten den Verkauf. Die Bekannte Marina D. (32), die mit auf der Anklagebank im Landgericht München sitzt, soll laut Anklage nur eine Mitläuferrolle innegehabt haben. Sie soll Karten für ihre Tochter erworben haben.

Den Käufern wird schließlich eine Lügengeschichte aufgetischt. Die MVV-Monatskarten habe man über einen Bekannten aufgetrieben, der beim MVV arbeitet. Indirekt stimmt das ja auch: Nur dass der Kartenerwerber der Tickets für und nicht beim MVV arbeitet und zufälligerweise auch noch der Hersteller der MVV-Monatsmarken ist. Wie die "abendzeitung" berichtet, sind ab März 2008 die ersten 50 gefälschten Fahrtickets verkauft worden – zuletzt im Dezember 2010 sollen es für Januar 2011 über 140 Monatskarten gewesen sein.

Großrazzia von 300 Polizisten stellt Betrüger-Bande

Die Münchner "tz" berichtet auf ihrem Online-Portal, dass die Bande bei einer Großrazzia mit 300 Polizisten schließlich verhaftet werden konnte. Im Juni vergangenen Jahres durchsuchte die Polizei 27 Objekte nach Beweisen. Dabei seien insgesamt 679 Isar-Cards für den Juli 2011 im Nennwert von 33.000 Euro sichergestellt werden. Als Boss konnte die Polizei Elvis H. ausmachen – der kein Unbekannter für die Justiz war. Laut "tz" (Online-Ausgabe) soll er nur acht Tage vorher wegen Fälschung von MVV-Tickets auf Bewährung verurteilt worden sein.

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