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Erstellt am: 18 Juni 2013 | Von Sabine Kwapik, dpa

Obama-Besuch: Berlin gleicht einer Festung

Es herrscht Ausnahmezustand in Berlin: Die Vorbereitungen für den Besuch von US-Präsident Barack Obama laufen auf Hochtouren. Bereits jetzt herrscht die höchste Sicherheitsstufe, 4000 Polizisten befinden sich in Alarmbereitschaft. Eine Stadt schottet sich ab.


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Hochsicherheitstrakt Berlin: Die Stadt bereitet sich mit Hochdruck auf den Besuch Barack Obamas vor.

Berlin (dpa) - Kurz vor dem Eintreffen von US-Präsident Barack Obama am Dienstagabend in Berlin sind die letzten Vorbereitungen der Sicherheitsexperten angelaufen. «Wir sind gut vorbereitet», sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in der Hauptstadt. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe 1+ für den Arbeitsbesuch des US-Präsidenten. Die Berliner Polizei hat nach eigenen Angaben am Dienstag 3000 Beamte im Einsatz. Diese Zahl soll am Mittwoch steigen. Zudem werden die Fachleute der Bundesbehörden und amerikanische Sicherheitsexperten für den Schutz von Obama sorgen.

Über der Hauptstadt herrscht zeitweise Flugverbot

Zentrale Plätze sind gesperrt, Taucher kontrollieren die Spree, selbst Kräne werden abgesucht: Schon bevor die "Air-Force-One" des US-Präsidenten am Dienstagabend in Berlin landet, ist ein gigantisches Programm zum Schutz von Barack Obama angelaufen. Für den mächtigsten Mann der Welt gilt die höchste Sicherheitsstufe 1+.

Die Obamas nächtigen im Ritz-Carlton

Am Montag gingen die Vorbereitungen in die heiße Phase. Unzählige rot-weiße Absperrgitter stapelten sich am Potsdamer Platz im Zentrum der Stadt. Dort wird der Präsident mit Ehefrau Michelle und den Töchtern Sasha und Malia im Grandhotel Ritz-Carlton übernachten. Das Luxushotel verfügt nach eigenen Angaben über einen Sicherheitstrakt, der hermetisch abgeriegelt werden kann.

Spürhunde und 4000 Polizisten im Einsatz

Das Sicherheitskonzept erstreckt sich über die ganze Stadt. "Der Präsident wird in Tegel landen und wir sind darauf vorbereitet", sagt der Direktionssprecher der Bundespolizei in Berlin, Meik Gauer. Seit Tagen sucht die Polizei mit Sprengstoffspürhunden alle Orte und Wege ab, die Obama besuchen will. Zahlreiche Gullydeckel wurden verschweißt und Papierkörbe entfernt.

Mehrere tausend Beamte werden zum Arbeitsbesuch des Präsidenten im Einsatz sein, erfahrungsgemäß werden es um die 4000 Beamte sein. Offiziell äußert sich die Berliner Polizei dazu nicht. Sie setzt ein mit den Bundesbehörden und den amerikanischen Sicherheitsexperten abgestimmtes Konzept um. Diese werden immer in unmittelbarer Nähe ihres Präsidenten sein.

Am Brandenburger Tor, wo Obama am Mittwoch eine mit Spannung erwartete Rede vor mehreren tausend geladenen Gästen halten will, haben die Absperrungen bereits am Freitag begonnen. Darüber informierte die Polizei die Anwohner mit Handzetteln.

"Bei uns gibt es jede Menge Anrufe. Die Leute sind zum Teil richtig genervt. Aber wir haben damit Erfahrung und versuchen zu erklären", sagt ein Polizist einer Direktion, die eine Hotline für Nachfragen anbietet.

Regelungen bis ins kleinste Detail

Richtig spannend wird es am Mittwoch, wenn Obama seine Rede vor dem Brandenburger Tor hält. Für die Anwohner heißt es dann: Das Öffnen von Fenster und Balkontüren ist tabu. "Falls jemand dagegen verstößt, werden Beamte bei dem Anwohner klingeln oder es wird auch Lautsprecherdurchsagen geben", sagt der Beamte.

Strikt reglementiert ist auch der Zugang zum inneren Kern der Sicherheitszone. Anwohner etwa müssen den Personalausweis parat haben und werden von Polizisten zu ihren Wohnungen geleitet. "Falls jemand sich nicht ausweisen kann, muss er mit längeren Wartezeiten rechnen", sagt ein Polizeisprecher. Es gilt die strikte Anordnung: Keiner kommt ohne nachweisbaren Grund in die Nähe des Präsidenten. "Mal eben gucken wollen, geht nicht", sagt ein Beamter. So werde der Großteil der Berliner den Präsidenten höchstens aus weiter Ferne sehen.

Auf Schritt und Tritt überwacht

Deutsche und amerikanische Sicherheitsexperten betreuen Barack auf all seinen Wegen - etwa zum Schloss Bellevue, zum Bundeskanzleramt und am Mittwochabend zum Schloss Charlottenburg. Entlang der Protokollstrecke werden Scharfschützen etwa auf Häuserdächern postiert sein. Die Experten werden auch Ehefrau Michelle Obama sichern. Die First Lady will nach dpa-Informationen unter anderem das Holocaust-Mahnmal und die Gedenkstätte Berliner Mauer besichtigen. Größere Demonstrationen sind zum Besuch des Präsidenten nicht angekündigt.

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