Wehrpflicht: Die FDP wollte die Wehrpflicht abschaffen; die CDU wollte sie beibehalten. Erwartungsgemäß hat sich die Union bei den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt und einen fragwürdigen Kompromiss mit den Liberalen geschlossen. Er sieht so aus, dass junge Männer künftig nur noch sechs statt neun Monate dienen sollen. Die Zentralstelle für Kriegsdienstverweigerer (KDV) hat von einer „unsinnigen Entscheidung" gesprochen. Denn inzwischen werden nur noch 13 Prozent eines Jahrgangs eingezogen.
Fast die Hälfte fällt bei der Musterung durch, weil die Bundeswehr schlicht keine Kapazitäten mehr hat. Sieht so eine Armee aus, die in der Mitte der Gesellschaft verankert ist? Unklar bleibt auch, was der Satz bedeutet, die künftige Struktur der Wehrpflicht werde sich „im Zivildienst widerspiegeln, der Dienstleistungen der sozialen Einrichtungen weiter zu sichern hilft".































