Wahlen in Hessen und Niedersachsen
Die Demontage beginnt
CDU-Politiker fordert Rücktritt Kochs (Foto: ap)
Nach dem desaströsen Wahlergebnis der CDU in Hessen vom vergangenen Wochenende und dem Absturz in den Umfragen fordern erste Unionspolitiker Konsequenzen. Roland Koch müsse zurücktreten, fordert Ex-Staatssekretär Peter Kurt Würzbach. Koch habe im Wahlkampf "maßlos überzogen" und eine "Backpfeife" verdient.

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Ypsilanti mit "Wahrnehmungsblockade"?
Koch und Ypsilanti (Foto: dpa)
Geht es nach dem Wunsch des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, soll die Hessen-SPD endlich über ihren Schatten springen und eine große Koalition unter der Führung von Roland Koch eingehen. Die Genossen wollen davon nichts wissen. Andrea Ypsilanti dringt auf eine Ampel-Koalition.
Angebot abgelehnt
Tarek Al-Wazir, Landeschef der Grünen in Hessen (Foto: dpa)
Es ist eine schroffe Absage: Tarek Al-Wazir, Landeschef der Grünen, lehnt das Angebot der FDP, gemeinsam mit den Liberalen und der CDU in Wiesbaden zu regieren, ab. Doch die FDP will mit allen Mitteln versuchen, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Der Weg dahin birgt die Gefahr der Selbstaufgabe.
    Kommt Jamaika?
    Die FDP macht den Grünen ein Angebot (Foto: ap)
    Der rasende Stillstand in Sachen Regierungsbildung nach der Wahl in Hessen scheint überwunden: Der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn sagte, er halte eine Koalition mit den Grünen und der Union für möglich. Doch die umworbenen Grünen haben keine Lust auf Jamaika.
    Union geht auf Distanz
    Wachsende Kritik an Kochs Wahlkampf (Foto: dpa)
    Wenige Tage nach der Landtagswahl in Hessen findet in der Union eine offene Abrechnung mit dem Wahlkampfstil von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) statt. Ohne Koch namentlich zu nennen, kritisierte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Ruprecht Polenz (CDU), am Donnerstag die Wahlkampfführung in Hessen im Zusammenhang mit der Ausländerpolitik.
      Koalition
      Gregor Gysi (Foto: dpa)
      Das Werben um Andrea Ypsilanti durch die Linkspartei gleicht einem Balztanz: Flügelschlagen, Versprechungen und Gesang mit eingeschlossen. Noch ziert sich die hessische SPD-Chefin, das Angebot anzunehmen. Sie setzt auf eine Ampel-Koalition mit den Grünen und der FDP. Doch die FDP bleibt eisern.
        Nach den herben Verlusten
        Unionspolitiker distanzieren sich von Koch (Foto: ap)

        Nicht nur die Wähler, auch die eigene Partei distanziert sich jetzt von Roland Koch. In einem offenen Brief kritisierten Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust und 16 weitere prominente Unionspolitiker den Wahlkampf des hessischen Ministerpräsidenten. Integration dürfe nicht zu einem "schnelllebigen Wahlkampfthema degradiert werden."

          Hickhack in Hessen
          Ypsilanti will nun doch nicht mit Koch reden (Foto: dpa)
          Das Ringen um die Regierungsbildung in Hessen geht weiter. Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti erteilte vor einem möglichen Gespräch mit Ministerpräsident Roland Koch (CDU) der Bildung einer großen Koalition nochmals eine klare Absage. "Die große Koalition ist ausgeschlossen", sagte sie der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse".
          Persönliches Gespräch
          Ypsilanti will nun doch mit Koch reden (Bild: ap)

          Angesichts der drohenden Hängepartie bei der Koalitionsbildung in Hessen hat SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti ein Gesprächsangebot von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) angenommen. Ypsilanti erklärte sich allerdings nur zu einem «persönlichen Gespräch» bereit.

          Stillstand droht
          SPD-Fraktionschef Struck warnt vor einem Linksruck (Foto: AP)

          Zwischen den Parteien, die im neuen hessischen Landtag sitzen werden, gibt es noch keine Bewegung in Richtung einer mehrheitsfähigen Regierungsbildung. Die SPD bleibt bei ihrer Aussage, dass sie eine von der Linkspartei tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung ablehnt. Fraktionschef Struck warnt vor den möglichen Forderungen der Sozialisten.

            Wer mit wem?
            Hessen-Wahl gibt Experten große Rätsel auf (Foto: AP)

            Große Koalition, Ampel, Schwampel, Jamaica: Eine ideale Lösung für eine Regierung in Hessen gibt es nicht. Nach dem Patt bei der Landtagswahl rätselt man in Wiesbaden über mögliche Koalitionen. Aber ohne neue Experimente kann man mit diesen Mehrheiten keine Regierung bilden.

            Wer wird regieren?
            Koch und Ypsilanti stehen vor einem Dilemma (Foto: dpa)

            Nach dem Einzug der Linken in den hessischen Landtag hat weder das schwarz-gelbe noch das rot- grüne Lager eine Mehrheit. Mit den Linken will keiner zusammenarbeiten. Aber Andrea Ypsilanti (SPD) lehnt auch eine große Koalition ab. Und die FDP weigert sich, das Stützrad von Rot-Grün zu sein. Von dieser Situation profitiert besonders Roland Koch.

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            Ergebnis der letzten Landtagswahl (Foto: ap)
            Ergebnis der letzten Landtagswahl

            So haben die Hessen bei den vergangenen Landtagswahlen abgestimmt.

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